Pastorendemo • Die Bibel heute Erdöl-Ausstellung • Sommerfest www.friedenskirche-bremen.de Friedenskirche Sommerhalbjahr 2015 2 Ein Heidenlärm. Fundamentalismus Bremen hat “seine” Fundamentalismus-Debatte. Im Januar machte “Pegida” mobil gegen eine angebliche “Islamisierung” des christlichen Abendlandes – was immer dies auch sei. In Paris überfielen islamistische Terroristen die Redaktion des Magazins “Charlie Hebdo” wie auch einen jüdischen Supermarkt. Der rassistische Lärm bedrohte das friedliche Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen. Daher luden auch in Bremen der Senat, Kirchen und andere zu einer Aktion auf dem Marktplatz ein: “Bremen ist bunt – wir leben Vielfalt”. In eben diesen Tagen suchte sich der Pastor der St. Martinigemeinde (Altstadt), Olaf Latzel, gezielt einen Predigttext aus, der vom Kampf und Krieg gegen fremde Kulturen erzählt. “An Gideon die Reinigung von den fremden Göttern lernen" überschrieb Latzel seine Predigt. Die handelte vom Krieger Gideon aus dem alttestamentlichen Buch der Richter. Darin forderte Latzel eine strikte Abgrenzung von anderen Glaubensweisen, die er als “Götzendienst” bezeichnete. Vielfach berief sich jener Pastor in seiner Kanzelrede direkt auf Gott: “Das fordere nicht ich, das fordert unser Herr”. Er spreche über genau das, “was Gott von uns möchte”. Über andere Glaubensformen sagte er wörtlich: “Gott sagt: umhauen, verbrennen, hacken, Schnitte ziehen!” Und weiter: “Es gibt nur einen wahren Gott. Wir können keine Gemeinsamkeit mit dem Islam haben. Das ist Sünde, davon müssen wir uns reinigen. Der Islam gehört nicht zu Deutschland”. Das islamische Zuckerfest bezeichnete Latzel als “Blödsinn” und meinte weiter: “Wir müssen da nicht mitmachen, wenn sie uns einladen zu ihrem Zuckerfest und all’ dem Mist. Nein, da müssen wir ganz sauber bleiben”. Buddha bezeichnete er überdies als “dicken, fetten Herrn” und auch katholische Riten als “Reliquiendreck”. Ausschließlich für zwei seiner Formulierungen, so Latzel, habe er sich inzwischen entschuldigt, sofern sie beleidigend wirken “könnten” (!). Ansonsten aber nehme er “absolut nichts zurück”, wie er dem Berliner Tagesspiegel verriet. Dem Weser Kurier teilte Latzel unterdessen mit, dass er direkt von Gott berufen sei. Als er 17 Jahre alt gewesen wäre, habe Gott inmitten eines Gewitters zu ihm gesprochen: “Gott wollte, dass ich Pastor werde”. So wundert es kaum, dass sich Olaf Latzel im Jahr 2007 in seiner Antrittspredigt der Martinigemeinde unter anderem so vorstellte: “Gott will, dass ich diese Gemeinde übernehme”. Schnell war in der Öffentlichkeit von einem “Pediga-Pastor” (taz) und “Hassprediger” die Rede. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf um zu prüfen, ob beispielsweise der Tatbestand der Volksverhetzung oder der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft gegeben sei. Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) distanzierte sich deutlich von der Kanzelrede aus der Martinigemeinde. Der Schriftführer der BEK, Pastor Renke Brahms, sprach von einem Akt “geistiger Brandstiftung”. Die kirchliche Mitarbeitervertretung nannte besagte Rede “unerträglich”, da sie den Boden bereite für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, Gewalt und Hass, indem sie den eigenen Glauben überhöhe und andere diffamiere. Der Kirchenausschuss der BEK kritisierte nicht bloß einzelne Formulierungen, sondern den “gesamten Duktus” der Latzel-Predigt, sieht jedoch nach eigener Auffassung keine disziplinarrechtlichen Möglichkeiten, gegen den Pastor der Martinigemeinde vorzugehen. Während Latzel in Internet-Foren allerlei Zustimmung erfährt (“Je suis Olaf”), haben zahlreiche Universitäts-Theologen dessen Predigt scharf verurteilt. Professorinnen und Professoren waren von der Bremischen Evangelischen Kirche um Gutachten gebeten worden. Der Alttestamentler Frank Crüsemann meint: “Man suche sich einen harten Text und behaupte dann, das sei jetzt unmittelbar Gottes Wort für heute. Mit dieser Methode kann man mit der Bibel alles machen. Wer Menschen im Namen des Koran enthauptet, geht – methodisch gesehen – nicht viel anders vor…” Cornelia Richter, Professorin für systematische Theologie in Bonn, hält fest: “Gott selbst hat niemand gesehen – auch der Prediger nicht. Wenn der Prediger meint, das Zeugnis von Gott aus eigener Kraft letztgültig auszulegen, dann setzt er sich selbst und eigenmächtig an die Stelle des Richters”. Somit verwechsele er Überzeugungsrede mit gefährlicher Agitation und treibe Schindluder mit seinem Amt."Wie die Hassprediger anderer Religionen missbraucht er die Kraft religiöser Bilder, um Misstrauen, Ausgrenzung und damit letztlich Gewalt unter Menschen zu schüren”. Fundamentalismus 3 Fundamentalismus 4 Für gewöhnlich bezeichnen sich extrem konservative Prediger aus der evangelikalen Ecke, zu denen sich auch Olaf Latzel zählt, gern als “bibeltreu”. Dass man es auch ganz anders sehen kann, macht Prof. Dr. Friedhelm Hartenstein deutlich. Er lehrt die Theologie des Alten Testaments in München: “Zum Studium der Theologie gehört es, dass man die biblischen Texte auch aus einer historischen Distanz lesen lernt und sie nicht einfach unkritisch für eigene Vorstellungen und Wünsche vereinnahmt”. Was aber Fundamentalisten eine, sei, dass man mit ihnen nicht diskutieren könne. Latzel setze schlicht seine Rede mit dem Willen Gottes gleich und beanspruche dessen Autorität. Und so wirkt, wer sich “bibeltreu” nennt, am Ende gar gotteslästerlich. Eine Predigt erweist sich als Heidenlärm. Der Name Gottes wird für höchst eigene, spießbürgerliche oder politische Zwecke benutzt. Oder andersherum: eigene Ansichten werden vollmundig als vermeintliches Gotteswort ausgegeben, bestimmte Absichten als angeblicher Gotteswille verkleidet. Magdalene Frettlöh jedenfalls, die in Basel systematische Theologie lehrt, beklagt in jener Kanzelrede eine überdeutliche Tendenz zur “Selbstinszenierung und Selbstvergötzung. Latzels Predigt strotzt vor Selbstgerechtigkeit und Selbstherrlichkeit. In ihr lese ich nichts von Gottes Grazie". Weshalb der Systematik-Professor Friedrich-Wilhelm Graf besorgt fragt: “Wo mag dieser Gottesgelehrte bloß studiert haben, und wie kann ein solch ungebildeter, gedankenloser Redner nur ein wissenschaftliches Examen bestanden haben?” Der Wuppertaler Religionswissenschaftler Henning Wrogemann beobachtet gegenwärtig, dass Nationalisten in etlichen Ländern um der vermeintlichen “Reinheit” der Nation und Religion willen andere Menschen ausgrenzen oder gar abschieben wollten. Dem entgegen bleibe festzuhalten, dass sich in Jesus Christus ein “Gott der Liebe, der Gerechtigkeit, der Gnade und der Hoffnung offenbart” habe. Christinnen und Christen hätten sich für das Recht aller Menschen einzusetzen. Und ganz besonders für Flüchtlinge und Fremde. Bernd Klingbeil-Jahr Zusammenstehen. 5 Nach besagter Predigt aus der Martinikirche war schnell klar, dass dazu nun auch andere Stellung nehmen müssten. So fiel dem Pastoren der Friedensgemeinde die Aufgabe zu, eine gemeinsame Erklärung zu verfassen, hinter der sich die Mehrheit der Pastorinnen und Pastoren in Bremen versammeln konnte. Veröffentlicht wurde sie mittels einer Aktion auf den Dom-Treppen, zu der etwa hundert Geistliche zusammenkamen. Wir, Pastorinnen und Pastoren der Bremischen Evangelischen Kirche, stehen ein für eine demokratische und weltoffene Stadtgesellschaft sowie für einen friedvollen Dialog zwischen Menschen verschiedener Kulturen. Jeden Tag begegnen wir in unserer Arbeit unterschiedlichsten Menschen, denen wir zu dienen versuchen – vollkommen unabhängig davon, ob sie sich als Christinnen und Christen verstehen, einer anderen Religion oder gar keiner Weltanschauung zurechnen. Täglich bemühen wir uns gemeinsam mit anderen, der Vereinzelung von Menschen und der Spaltung unserer Stadt entgegen zu wirken, damit sie sozial gerechter werde und für alle lebenswert – sei es in der Begegnung mit Flüchtlingen und Fremden, mit Armen und Ausgegrenzten, mit Jungen wie mit Älteren, mit Menschen, die Rat oder geistige und geistliche Anregung suchen. Evangelische Gemeinden und Projekte in Bremen sind Orte für die alltägliche Erfahrung sozialen Zusammenhalts. Wir arbeiten in allen Quartieren für die Vielfalt unserer Stadt. Unsere Motivation speist sich aus der Menschenfreundlichkeit Gottes, die uns ermutigt, Mitmenschen zum Nächsten zu werden. Uns geht es im Glauben um eine klare Haltung zu Menschen und Themen, keineswegs um irgendeine Rechthaberei. Es geht um den Respekt vor der Einzigartigkeit jedes Menschen, um das Eintreten für das Menschenrecht und darum, die Würde von Menschen jederzeit aktiv zu verteidigen. Es ist uns unerträglich, wenn wie zuletzt in der St. Martini-Gemeinde (Altstadt) Jahrtausende alte biblische Texte mutwillig aus ihrem historischen Zusammenhang herausgerissen werden. Wer Bibeltexte als Schlagwaffe missbraucht, sollte sich nicht “bibeltreu” nennen. Uns geht es dagegen um einen sorgsamen Umgang mit der biblischen Überlieferung im Dienst an Menschen heute. Wir distanzieren uns entschieden von Fundamentalismus jedweder Art – und von allen Versuchen, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie, Antisemitismus oder rassistisches Gedankengut mit vorgeblich biblischem Glauben zu bemänteln. Zeichen setzen Eine Demo von Pastorinnen und Pastoren. 6 Tu dies, lass das? Bibelauslegung heute. Herr Quade, was ist die Bibel für Sie: Geschichtsbuch, Leitfaden oder Arbeitswerkzeug? Sie ist ein Buch mit wunderbaren Geschichten, ein Buch der Orientierung. Aber auch ein Arbeitsbuch, mit dem ich neue Produkte entwickle. In so einem Arbeitsprozess lasse ich mich von der Bibel dann richtig einfangen. Das ist wie eine innere Einkehr, bei der mir die Bibel – wenn ich eine Andacht entwickle oder mit Studierenden über die Bibel im Gespräch bin – persönlich nahe kommt. Wo steht die Bibel bei Ihnen zu Hause? Sie meinen die 20 Exemplare? Die stehen im Arbeitszimmer. Ich bin umzingelt von Bibeln. Selbst im i-Phone oder e-Reader steckt eine drin. Aber ich bin da konservativ und lese aus dem Buch. Die Bibel ist was zum Anfassen. Sie hat zugleich etwas Erhabenes und Menschliches. Foto: Karsten Klama Der Redakteur schaut in den Duden, der Mechaniker in die Montageanleitung und der Pastor in die Bibel? Ganz so einfach ist es nicht. Denn im Gegensatz zu Lexikon und Ratgeber fordert die Bibel ihre Leserinnen und Leser heraus. Dr. Andreas Quade ist Pastor der evangelischen Studierendengemeinde (ESG) in Bremen. Im Gespräch mit Karsten Klama stellt er sein Handwerk samt Werkzeug vor. Foto: Karsten Klama Zeichen setzen Gespräch mit Pastor Dr. Andreas Quade. Mythen und Legenden aus längst vergangenen, archaischen Zeiten prägen die Bibel. Macht das die Deutung der Texte so schwierig? Nein, das macht die Deutung richtig spannend. Egal wie alt ein Text ist, man muss immer schauen: Wie verstehe ich das? Man muss sich ein Stück weit auch einfangen lassen. Es ist eben nicht immer eins zu eins übertragbar. Als “Märchenbuch”, wo einem bei der Lektüre auch mal die Nackenhaare zu Berge stehen, wird die Bibel richtig spannend und schwierig. Ich finde, die Lektüre hat etwas Lustvolles. 7 Ist die Sprache der Bibel denn noch zeitgemäß? Ich selbst mute sogar Konfirmanden die Luther-Bibel zu. Dieses Arbeiten an den sprachlichen Bildern und die Sprache selbst, die nicht so klingt, wie wir sprechen, das hat was. Da ist eine andere Kraft. Man muss aber auch schauen, dass das Buch lesbar bleibt. Die Bibel in gerechter Sprache ist da ein wichtiger Beitrag, um die Dimension der Geschlechtergerechtigkeit einzubringen. Es wäre blöd, wenn die Leute die Bibel deshalb nicht zur Hand nähmen, weil sie mit dieser Sprache nicht mehr vertraut sind. Zum Handwerk: Wie bereiten Sie eine Predigt vor? Ich gehe mit dem Hund spazieren. Ganz praktisch: Ich habe da ein Bibelwort und dann denke ich da einfach mal so drüber nach. Ja, so einfach ist es doch. Ich gucke dann: Was springt mich da an und lasse mich von den Bibelworten einfach irritieren. Zum Beispiel hier: “Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.” Dazu habe ich – als Kontrapunkt – Versatzstücke aus der Predigt von Olaf Latzel zitiert. Gleich drei Mal und auch noch in seinem Duktus. Das waren natürlich harte Einschnitte! Eine starke Inszenierung. Brauchen Bibeltexte immer eine historische Einordung? Greifen Sie zum Geschichtsbuch? Geschichten aus dem Neuen Testament, wie die von Paulus, die habe ich drauf. Beim Alten Testament fragt man sich dann schon manchmal: Verdammte Socke, wieso ist das so krass? Warum haben wir so viele Geschichten, wo “der Bann zu vollziehen ist an den Völkern”, wo “alles, was atmet, getötet werden soll”? Das muss man einordnen. Das ist dann richtig Arbeit, damit ich da auch keinen Verriss draus mache. Gibt es auch Stellen, die uns heute nichts mehr bringen? Klar: Bei der Offenbarung oder der Apokalypse, dafür muss man schon ein Faible haben und ‚Krieg der Sterne’ gucken. Da kann ich gar nichts mit anfangen. Aber das ist eigentlich das Einzige dieser Art. Zeichen setzen 8 Welche Haltung nehmen Sie bei der Predigt ein? Ich bin nicht derjenige, der den Leuten sagt: "Da geht’s lang!" Ich versuche das zu sagen, worüber ich mich gewundert habe, wo ich gestaunt habe. Oder wo ich deutlich widerspreche. Dabei lege ich offen, dass ich das jetzt sage. Ich versuche mit dem Hörer in ein Gespräch einzutreten mit der Frage: Wie seht ihr das? Welche Gefahr lauert dabei? Wenn Du ein System im Kopf hast, wie genau das mit den Bibelgeschichten geht und das immer eins zu eins anwendest – das geht schief. Die Kunst ist ja, sich irritieren zu lassen und diese Irritationen auch zu benennen. Und wenn ich dann etwas entdecke, was ich bis jetzt noch nicht wahrgenommen habe, läuft es richtig gut. Dann darf das auch etwas sein, was mich in Frage stellt. Das Argument “Das steht so in der Bibel” ist also Quatsch? Weil es da drin steht, hat es zunächst mal viel Gewicht. Das würde ich ernst nehmen. Es steht aber nicht immer nur dieser eine Satz in der Bibel. Zum Beispiel das erste Gebot: Ich bin dein Herr, dein Gott, du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Damit ist ja nicht alles gesagt. Damit ist nicht gesagt, dass es nicht auch andere Wege zu diesem göttlichen Geheimnis gäbe. Es ist nur gesagt, dass wir Christen es allein über diese Grammatik, also Jesus Christus, hinbekommen. Und dann gibt es ja weitere Textstellen über andere Religionen, die man hiermit ins Gespräch bringen muss. Für mich ist die Bibel ein Buch des Lernens – nicht des Lehrens. Sie ist immer auf den Dialog ausgerichtet und versucht immer zu überzeugen. Dazu gehören dann auch Stellen, die sich – in guter Weise – widersprechen, wo etwas noch einmal ganz anders gesagt wird. Und deswegen ist der Satz “Das steht so in der Bibel” richtig und falsch zugleich. Aber es ist doch die “Heilige Schrift”? Braucht es da nicht mehr Respekt? Man kann sie so lesen wie jedes andere Buch. Ohne im Kopf zu haben: Das ist was ganz, ganz Heiliges. Die Geschichten ziehen uns in ihre Welt hinein, obwohl ich nichts damit zu tun hatte. Da können sich die Leserinnen und Leser einfach irritieren lassen. Woran merken Sie, ob eine Predigt ankommt? Im guten Sinne ist das ein Spiel mit Inszenierung. Obwohl wir uns nicht mit guten Schauspielern vergleichen können. Ob dieses spielerische In-Kontakt-Kommen funktioniert, merke ich an den Blickkontakten, die zu den Hörern entstehen. Für mich ist entscheidend, ob ich richtig Lust beim Predigen habe. Wenn ich das spüre, kann es eigentlich nicht schief gehen. Foto: Karsten Klama Das Gespräch führte Karsten Klama Die Bibel in gerechter Sprache ist eine neue Übersetzung der biblischen Schriften aus den ursprünglichen Sprachen ins Deutsche, die übrigens auch in der Friedensgemeinde verwendet wird. In den Jahren 2001 bis 2006 entwickelten 40 weibliche und 12 männliche Bibelwissenschaftler diese pointierte Ergänzung zur klassischen Bibelübersetzung. Sie berücksichtigt neben der sprachwissenschaftlichen Diskussion auch Erkenntnisse der feministischen Theologie, des jüdisch-christlichen Dialogs, der Sozialethik und der Befreiungstheologie. www.bibel-in-gerechter-sprache.de Die Evangelische StudierendenGemeinde (ESG) wendet sich an Studierende der Universität und der Hochschulen in Bremen. In der ESG steht die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Die jungen Menschen versuchen, Studierenden aus aller Welt ein zweites Zuhause zu ermöglichen. Gläubig muss man nicht sein, um mitzumachen. Egal, welcher Religion jemand angehört oder ob überhaupt einer Glaubensgemeinschaft: Die ESG heißt in der Parkstraße jeden willkommen. www.esg-bremen.de Zeichen setzen Foto: Karsten Klama 9 10 Versteckspiel. Salafisten bemänteln ihre Untaten mit “Glaubensüberzeugungen”. Dieser Trick aber ist nicht neu, er hat auch im angeblich “christlichen Abendland” Tradition. Schließlich sind es nicht immer bloß die Anderen, die alles falsch machen. Ein Beispiel aus Europa. Seit mehr als 100 Jahren wird um Nordirland gekämpft. “Ulster”, wie die Briten die Provinz um Belfast nennen, solle weiterhin zu Großbritannien gehören, meinen die einen. Sie werden kurzschlüssig "Protestanten" genannt. Die “Katholiken” dagegen wünschen sich die Region als Teil von Irland. Ein religiöser Konflikt ist dies jedoch eigentlich nicht, da sind sich die meisten Analytiker einig, vielmehr ein ethnischer. Hinter allem stünden eher wirtschaftliche und politische Interessen: es gehe um Armut und Reichtum, um Selbstbestimmung und Kolonialismus. Der Konflikt sei allerdings so lange religiös aufgeladen worden, dass eine Lösung nun schwer falle. Inzwischen sind beide Seiten in einen Friedensprozess eingebunden worden, die Lage hat sich spürbar entspannt. Dennoch ziehen sich auch heute noch die Narben sichtbar durch die Stadt Belfast. Wie einst durch Berlin zieht sich quer durch Belfast bis heute eine Mauer mit Stacheldraht. Der vermeintlich “protestantische” Teil der Shankill Road wird so von den "katholischen" Nachbarn getrennt. Sobald erneut Straßenkämpfe aufflackern, wird die Straße mittels elektronischer Tore abgesperrt. Fotos: Bernd Klingbeil-Jahr Hinschauen Über den Missbrauch von Weltanschauungen. Beide Konfliktparteien neigen dazu, die eigenen toten Kämpfer als “Märtyrer” zu überhöhen. Zahlreiche Wandbilder verherrlichen den Krieg in Form von Ikonen. “Mit Gott für Ulster” steht auf einer Wand, die eine Gruppe von bewaffneten Terroristen ehrt, die für den Verbleib in Großbritannien starben. Ähnlich geht es auf “katholischer Seite” der Shankill Road zu: auch hier jede Menge vermeintliche Heiligenbilder. Auf unserem Rundgang treffen wir auf ein Gebäude, das zum Hochsicherheitstrakt ausgebaut wurde. Bei näherem Hinsehen stellt es sich als ein Kindergarten heraus. Offenbar wird er von Kindern aus beiden Wohnquartieren besucht, und könnte daher Angriffen ausgesetzt sein. Auch dies ist eine abendländische Erfahrung des Jahres 2015. Übrigens: Wer jetzt meint, es seien vor allem die Religionen, die ein Gewaltpotenzial in die Welt trügen, könnte irren. Es sei daran erinnert, dass an der Wiege der modernen Demokratie einst die Guillotine stand. Die Französische Revolution, die für “Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit” eintrat, kippte schnell in ein Terror-Regime um. Und die Idee des Sozialismus hatte eine gerechtere Gesellschaft zum Ziel, kostete unter Stalin und Mao aber Millionen Menschen das Leben. Von den zahlreichen nationalen Bewegungen und deren breiter historischer Blutspur wollen wir besser gar nicht weiter sprechen. Erfahrungsgemäß ist wohl davon auszugehen, dass nahezu jede Weltanschauung dunkle Flecken mit sich führt, mindestens aber nicht davor geschützt ist, für ganz andere Zwecke ausgenutzt zu werden. Hier heißt es wohl: stets selbstkritisch bleiben und den Balken vor dem eigenen Kopf zu suchen statt stets nur den Splitter im Auge des anderen, meint Ihr Pastor Bernd Klingbeil-Jahr Hinschauen 11 12 Besser machen. Veränderung Friedensgemeinde als Versuchsfeld. Sind Christinnen und Christen die besseren Menschen? Wohl kaum, denn sie sind ja grundsätzlich in dieselben alltäglichen Notwendigkeiten und Widersprüche verwickelt wie alle anderen auch. Und aus Verstrickungen wie beispielsweise einer zunehmend ungerechten Weltwirtschaft kann man sich individuell nur schwer lösen. In der Gemeinschaft mit anderen aber lassen sich durchaus Zeichen setzen. Und so kann auch eine Kirchengemeinde zu einem “hemmungslosen Kleinversuch” werden - so nannte der Gesellschaftswissenschaftler Ulrich Beck jene Projekte, die die Welt ein wenig besser machen wollen. Offen evangelisch Die Evangelische Friedensgemeinde versteht sich als Ort offener Begegnung mitten im lebendigen “Viertel”. Etwa 2000 Menschen aus allen Generationen nutzen pro Woche Angebote und Räume der Gemeinde für Begegnung und Austausch, für das Nachdenken ebenso wie für das gemeinsame Handeln. Ob in Gottesdienst und Seelsorge oder Gruppen, von der Kita bis zu Angeboten für Kulturinteressierte und ältere Menschen - immer geht es auch darum, mehr Gemeinsinn zu entwickeln und einer zunehmenden Ausgrenzung und Vereinzelung von Menschen entgegen zu treten. Für Gerechtigkeit In unserem gemeinnützigen Café Pax, das von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen betrieben wird, bieten wir zumeist fair gehandelte Waren an, die den Produzenten in armen Ländern gerechten Lohn verschaffen. Vieles wird auch umweltschonend hergestellt, was im Blick auf die nachfolgenden Generationen nur gerecht ist. Den Rest der Produktpalette beziehen wir aus der Region, um den Nahbereich zu stärken. Kuchen und Torten werden vielfach von Schülerfirmen aus benachteiligten Stadtteilen Bremens gefertigt. Die Friedensgemeinde ist aktiv beteiligt an der Bildungsbrücke – Initiative für Chancengleichheit im Viertel. Kinder aus armen Familien finanzieren wir die Nebenkosten der Schule und helfen bei den Hausaufgaben, damit sie bessere Chancen auf einen guten Bildungsabschluss haben. Daneben kooperieren wir eng mit dem Kinderschutzbund, dem Haus der Familie, dem MartinsClub, der Janusz-Korczak-Stiftung und anderen. Gemeinsam mit anderen Kirchengemeinden der Innenstadt unterstützen wir den Bremer Treff für Menschen ohne Wohnung und solche, die sich einsam fühlen. Die Perspektive weltweiter Gerechtigkeit eröffnen die Aktion Brot für die Welt und andere Projekte, die wir regelmäßig unterstützen. Für Frieden Wir engagieren uns in mehreren Wohnheimen für Flüchtlinge, die aus Armutsund Kriegsgebieten zu uns kommen. Ihnen soll geholfen werden, trotz teils traumatischer Erlebnisse hier in Frieden einen Neubeginn zu bewältigen. In Gottesdiensten und Aktionen fördern wir Friedensprojekte, wie sie beispielsweise die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Ländern durchführt, die sehr unter dem deutschen Überfall im Zweiten Weltkrieg gelitten haben. Dem Klimaschutz dient auch die umfassende energetische Sanierung, die wir in den Jahren 2010-2013 umgesetzt haben. Durch konsequente Wärmedämmung, eine intelligente Lichtsteuerung und eine computerbasierte Heizungsregelung konnten zwei Drittel des bisherigen Energieverbrauchs eingespart werden - ein geradezu sensationelles Ergebnis für unser Modellprojekt, das von der Bremischen Evangelischen Kirche ermöglicht wurde. Für den sozialen Zusammenhalt Für die Bewahrung der Schöpfung Die Bürgersolaranlage Friedensgemeinde auf dem Dach des Gemeindehauses produziert mehr klimafreundlichen Strom als im gesamten Gebäudekomplex (Kirche, Gemeindehaus und Kita) überhaupt verbraucht wird. Wir betreiben sie gemeinsam mit der Umweltorganisation BUND und Familien aus der Nachbarschaft, die hier Geld angelegt haben. Gemeinsam mit dem Ortsamt Mitte/ Östliche Vorstadt und dem Haus im Viertel der Bremer Heimstiftung arbeitet die Friedensgemeinde daran, alle, die für ein lebenswertes "Viertel" eintreten, regelmäßig zusammenzubringen: beim jährlichen gemeinsamen Essen unter dem Titel Das Viertel isst… oder im Bürgerbeteiligungsverfahren zum Hulsberg-Quartier. Immer geht es um das, was schon vom Propheten Jeremia empfohlen worden war: “Suchet der Stadt Bestes”. Bernd Klingbeil-Jahr, Pastor Veränderung 13 14 Erdöl-eine Frage von Macht und Armut. ÖlBiographien Ausstellung und Debatten in der Friedenskirche. Wir alle benutzen (auch ohne Auto zu fahren oder Plastiktüten anzunehmen) täglich Produkte, in denen Erdöl enthalten ist: seien es Eimer, Fensterrahmen, CDs, Medikamente, Kosmetika, Kabel, Handys oder Nahrungsmittel. Die Dörfer sind von den Ölförderanlagen regelrecht umzingelt Das Erdöl kommt aus dem Ausland hierher, zum Beispiel aus dem afrikanischen Land Tschad. Es wird dort vom ESSOKonsortium gefördert, das sich aus den Marken Exxon, Texaco und Petronas zusammensetzt. Den betroffenen Familien wurden Entschädigungen zugesagt: Schulen, Gesundheitsstationen, Umschulungen oder Bargeld. Die Ausstellung “Ölbiographien” dokumentiert, was aus den Versprechungen der westlichen Konzerne geworden ist. Die lebensgroßen Porträts dokumentieren, wie sich das Leben der Betroffenen im Tschad durch die Erdölförderung verändert hat. Die Betroffenen selbst melden sich mit ihrer Lebensgeschichte zu Wort. Sie sind BäuerInnen, Dorfälteste, arbeiten beim Radio oder in der Krankenstation - und fordern ein Leben in Würde. Die Ausstellung unterstützt die Arbeit der Partner in der Erdölregion im Süden des Tschad, die sich für die Wahrung der Rechte der lokalen Bevölkerung einsetzen. Dem Esso-Konsortium wurde die Ausstellung 2011 vorab zugesandt. Es kündigte rechtliche Schritte dagegen an, welche aber bis heute offenbar nicht vorangekommen sind. Der Kampf der Geschädigten um ihre Rechte geht weiter. Auguste Djinodji, traditioneller Chief: Seit Jahren leben wir in einem Alptraum, jetzt wachen wir auf und wehren uns “Erdölbiographien” Eine Ausstellung für Rohstoffgerechtigkeit vom 22. Sept. - 06. Okt. 2015 Öffnungszeiten: montags, dienstags, donnerstags 10.00 - 12.00 Uhr, mittwochs und donnerstags auch 15.00 - 19.00 Uhr, sowie sonntags nach den Gottesdiensten (12.00 - 13.15 Uhr) Begleitend zur Ausstellung finden weitere Veranstaltungen in der Friedensgemeinde statt: • Vortrag “Öl Macht Armut – Erdölförderung im Tschad” Andreas Dieterich, Referent Zivile Konfliktbearbeitung (Brot für die Welt, Berlin) Dienstag, 22. Sept., um 19.30 Uhr Napoleon Sangmbaye: Dieses Jahr wächst hier nicht mal mehr Hirse, der Boden ist kaputt Erdölreich und dennoch arm: Seit Beginn der Erdölförderung vor 12 Jahren hat der Tschad mehr als 7,9 Mrd. EURO eingenommen. Doch die Bevölkerung verharrt in Armut. Der Lebensstandard ist weiter gesunken: der Tschad steht im aktuellen Index für menschliche Entwicklung der UNO auf Platz 184 von 186. Die Weltbank wollte aus der Erdölförderung im Tschad ein Modellprojekt machen. Erdölreichtum sollte zu Armutsreduzierung und Entwicklung führen. Warum ist das Projekt gescheitert? Welche Rolle spielt die Bundesregierung als bedeutender Anteilseigner der Weltbank? Was können wir als Verbrauchende tun? • Gottesdienst zur Ausstellung “Erdölbiographien” Der Fluch des Reichtums Sonntag, 27. September, 11.00 Uhr • Begegnung und Gespräch “Vom Nordkap bis zur Klimakonferenz in Paris” Teilnehmende des “Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit” besuchen die Friedensgemeinde am Freitag, 02. Okt., um 15.00 Uhr Im Dezember 2015 werden sich 194 Staaten in Paris zum Welt-Klimagipfel treffen, um hoffentlich erfolgreiche Schritte zur Eindämmung der negativen Folgen des Klimawandels zu vereinbaren. Die Klimaplattform der Kirchen und Werke hat dazu zu einem Pilgerweg eingeladen, der vom Nordkap nach Paris führen wird. Die FußgängerInnen kommen dabei auch durch Bremen und besuchen die Erdölausstellung in der Friedenskirche. Außerdem werden Ergebnisse des ökumenischen Jugendaustauschs der Norddeutschen Mission (Ghana/Togo/ Deutschland) zu Globalisierung und Klimagerechtigkeit öffentlich vorgestellt. Angela Hesse, Diakonisches Werk/ Aktion “Brot für die Welt” in Bremen Begegnen Sie den Pilgernden oder gehen Sie selbst mit: www.klimapilgern.de Weitere Infos: Angela Hesse [email protected] Tel. 0421-163840 ÖlBiographien 15 Unsere Gottesdienste 16 Mai 2015 03 11.00 Uhr Familiengottesdienst 10 11.00 Uhr Themengottesdienst zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus Musik: Clara Donata Höck (Gesang) Johannes Lenz (Klavier/Orgel) 17 11.00 Uhr Gottesdienst 24 11.00 Uhr Pfingsten Musikalischer Gottesdienst mit Abendmahl Musik: Johannes Lenz 31 11.00 Uhr Gottesdienst Pastorin Ulrike Hardow Pastor Bernd Klingbeil-Jahr und Jugendgruppe Pastor Rüdiger Kunstmann Pastor Bernd Klingbeil-Jahr Pastor i.R. Rolf Sänger-Diestelmeier Jun 2015 07 11.00 Uhr Familiengottesdienst mit dem Kinderchor Leitung: Markus Kaiser 14 11.00 Uhr Gottesdienst Pastor Volkhard Leder 21 11.00 Uhr Gottesdienst Pastor Bernd Klingbeil-Jahr 28 11.00 Uhr Gottesdienst Pastor Bernd Klingbeil-Jahr Lars Ackermann (Prädikant) Jul 2015 05 11.00 Uhr Familiengottesdienst Pastorin Ulrike Hardow mit der Verabschiedung der Kita-Leiterin Sylke Hennigsen, anschließend Empfang 11 17.00 Uhr Sommerfest (siehe S. 30 in diesem Heft!) 12 11.00 Uhr Gottesdienst Konfirmandinnen und Konfirmanden berichten aus ihrer Projektarbeit 19 11.00 Uhr Familiengottesdienst Verabschiedung der künftigen Schulkinder aus der Kita und Pastor Bernd Klingbeil-Jahr, Lars Ackermann und Konfirmanden Pastorin Ulrike Hardow 18.00 Uhr Sommerkonzert der Kantorei der Friedensgemeinde Leitung: Johannes Lenz Sommerpause vom 23. Juli - 02. September 2015. Während der Sommerferien finden in der Friedenskirche keine Gottesdienste statt, das Gemeindehaus ist geschlossen. Die Gemeinde ist in dieser Zeit eingeladen, an den Gottesdiensten der benachbarten St. Petri-Domgemeinde teilzunehmen: jeden Sonntag um 10.00 Uhr im Bremer Dom. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich auf Dienstreisen oder im Urlaub, damit sie anschließend wieder mit frischen Kräften für Sie da sein können. Für Trauerfeiern ist für Vertretung gesorgt (bitte die Aushänge und telefonischen Hinweise beachten!). Unsere Gottesdienste Sa. 17 Unsere Gottesdienste 18 Sep 2015 Sa. 05 09.00 Uhr Gottesdienst zur Einschulung der neuen Schulkinder 06 11.00 Uhr Familiengottesdienst 13 11.00 Uhr Gottesdienst Pastor Bernd Klingbeil-Jahr 20 11.00 Uhr Gottesdienst Pastor Bernd Klingbeil-Jahr 27 11.00 Uhr Themengottesdienst Angela Hesse zur Ausstellung “Ölbiographien” (Brot für die Welt), Pastor Bernd Klingbeil-Jahr anderer Tag! andere Uhrzeit! Pastorin Ulrike Hardow Lars Ackermann, (Prädikant) Okt 2015 04 11.00 Uhr Erntedankfest Pastorin Ulrike Hardow Familiengottesdienst mit dem Kinderchor, Leitung: Markus Kaiser, zur Begrüßung der neuen Kinder in der Kita und der neuen Kita-Leiterin Lorena Leschke-Jendrtzok 11 11.00 Uhr Gottesdienst Pastor Bernd Klingbeil-Jahr Okt 2015 18 11.00 Uhr Gottesdienst Pastor Volkhard Leder 25 11.00 Uhr Gottesdienst Pastor Rüdiger Kunstmann Nov 2015 01 11.00 Uhr Familiengottesdienst 08 11.00 Uhr Gottesdienst 15 11.00 Uhr Friedenssonntag Pastor Bernd Klingbeil-Jahr Musikalischer Gottesdienst mit Abendmahl. Es singt die Kantorei der Friedensgemeinde unter der Leitung von Johannes Lenz 22 11.00 Uhr Totensonntag Gottesdienst mit Abendmahl zum namentlichen Gedenken der Verstorbenen 29 11.00 Uhr 1. Advent Gottesdienst Pastorin Ulrike Hardow mit Kita Pastor Bernd Klingbeil-Jahr Pastorin Ulrike Hardow Pastor Bernd Klingbeil-Jahr Unsere Gottesdienste 19 Die Gemeinde lädt ein 20 Regelmäßige Gruppen und Treffen. für Kinder Kita (Lessingstr. 12A) Die Friedensgemeinde unterhält eine der größten Kindertageseinrichtungen in Bremen. Zusätzlich werden dort weitere Freizeitaktivitäten angeboten. Leitung: Sylke Hennigsen (bis Juli), Lorena Leschke-Jendrtzok Tel. 70 68 86 Kinderchor Megumi Ishida-Hahn - mittwochs: 15.15 - 15.45 Uhr (Altersgruppe ab 4 Jahre) (Vertretung: Markus Kaiser) - donnerstags: 16.15 - 16.45 Uhr (Altersgruppe 4-5 Jahre) Tel.: 7 42 42 - donnerstags: 17.00 - 17.45 Uhr (Altersgruppe ab 6 Jahre) In allen Gruppen werden neue Sänger und Sängerinnen gerne aufgenommen. Kindergruppe Samsolidam (für 8 bis 11-Jährige) Lars Ackermann - donnerstags: 16.15 - 17.30 Uhr als feste Gäste im Haus: Kinderschutzzentrum Bremen (Humboldtstr. 179) Tel. 240 112 10 für Jugendliche Konfirmandennachmittag Pastor Bernd Klingbeil-Jahr - dienstags 15.00 - 19.00 Uhr Offener Jugendtreff Jugendteam - dienstags 16.00 - 21.00 Uhr Jugendgruppe Lars Ackermann - dienstags 19.00 Uhr Hausaufgabenhilfe kostenlos und kompetent - mittwochs 15.00 - 17.00 Uhr (außer in den Schulferien) als feste Gäste im Haus: Martinsclub-Jugendgruppe Herr Arnold Frau Neumann Herr Jahn Stefanie Büsching, Tel. 53 74 750 für Erwachsene Lebensberatung - offen für alle donnerstags 17.00 - 18.30 Uhr (außer in den Schulferien) Café Pax - mittwochs und donnerstags 15.00 - 19.00 Uhr - sonntags 12.00 - 13.15 Uhr - immer zu den Bundesligaspielen des SV Werder Bremen Das Café-Team freut sich über Verstärkung, Interessierte können sich im Gemeindebüro melden. Petra Reinhardt, Bernd Klingbeil-Jahr, Ulrike Hardow Café-Team, Tel. 7 42 42 für Erwachsene Vormittagskino jeden 2. Donnerstag im Monat um 10.00 Uhr im Gemeindesaal, Eintritt frei Arbeitslosenfrühstück jeden Donnerstag von 10.30 - 12.00 Uhr Erwachsenenchor donnerstags 19.30 - 21.30 Uhr Megumi Ishida-Hahn (Vertretung: Johannes Lenz) Seniorennachmittag Pastorin Ulrike Hardow Besuchsdienst - wer hat Freude daran, Pastorin Ulrike Hardow jeden Donnerstag um 15.00 Uhr ältere oder erkrankte Menschen im Viertel aufzusuchen? Ökum. Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) Jeden 1. und 3. Freitag im Monat um 19.00 Uhr Übertragung der Werder-Spiele Hubert, Tel. 792 92 90 Volkmar, Tel. 349 87 05 Café-Team Immer dann, wenn Werder in der Bundesliga spielt Redaktionsgruppe für das Gemeindeblatt Pastor Bernd Klingbeil-Jahr trifft sich auf Absprache Bildungsbrücke - Initiative für Chancengleichheit im Viertel trifft sich auf Absprache Lars Ackermann Glaubenskurs Pastorin Ulrike Hardow Umwelt-AG Uli Meine, Tel. 704405 trifft sich auf Absprache trifft sich auf Absprache Werkstatt Gottesdienst Heiner Cordes trifft sich auf Absprache Die Friedensgemeinde unterstützt den Bremer Treff, die kirchliche Begegnungsstätte für Menschen in materiellen, körperlichen und seelischen Notlagen. Der Bremer Treff ist zu finden am Rande des Schnoorviertels, Altenwall 29 (Ecke Tiefer). Er ist dienstags bis freitags von 17.00 - 21.00 Uhr geöffnet sowie sonnabends von 16.00 - 22.00 Uhr. als feste Gäste im Haus: Bremer Chorwerkstatt Besselstraßenchor VHS Chorprojekte Humboldt-Forum Theatergruppe Gewaltfreie Kommunikation VHS Deutschkurse Rosa Tanzende Chor Chorifeen Anja Völzke-Fischer, Tel. 49 197 13 Gisela Tamm, Tel. 794 02 46 Andrea Hansen, Tel. 361 3656 Pastor/inn/en-Gesprächsrunde Hr. Skiba, Tel. 0172-60 026 41 Tilman Welzel, Tel. 27 44 86 Ricarda Knabe, Tel. 36118165 Fr. Bankowsky, Tel. 3467733 Fr. Bodendieck, Tel. 2776150 21 Die Gemeinde lädt ein Regelmäßige Gruppen und Treffen. Gut zu wissen 22 Nachrichten. Sonnenernte und Klimaschutz. Es gab ja Zeiten, da galten die Förderer umweltfreundlicher Energieproduktion als “Spinner” und “Phantasten”. Mit Sonne und Wind könne man doch nicht einen modernen Industriestaat versorgen, lautete ein weit verbreitetes Vorurteil, besonders in Norddeutschland sei die Zahl der Sonnenstunden viel zu gering. Wie man sich doch irren kann! Die “Bürgersolaranlage Friedensgemeinde” auf dem Dach des Gemeindehauses fährt regelmäßig reiche Ernte ein. In viereinhalb Jahren wurde hier klimafreundlicher Strom im Umfang von etwa 110.000 Kilowattstunden produziert – und entsprechend der schädliche Ausstoß von Kohlendioxid vermieden. Auch im Jahr 2014 lag die Sonnenausbeute erneut deutlich über den durchschnittlichen Erwartungen. “Gern kann es so weiter gehen”, meinen auch die 35 Familien aus der Nachbarschaft, die mit ihren finanziellen Einlagen die Anlage gemeinsam mit der Umweltorganisation BUND und der Friedensgemeinde ermöglicht haben. Leider sind jedoch die Pläne, eine weitere Anlage zu installieren, vorerst durch politische Rahmensetzungen unmöglich geworden. Denn neuerdings rechnet sich eine Photovoltaik-Anlage nur dann, wenn der Strom größtenteils sogleich vor Ort verbraucht wird. Weil aber Kita und Gemeindehaus während der Sommerferien zeitweise geschlossen sind, ist ein Eigenverbrauch dann nur bedingt möglich. Schade! Vielleicht aber wird es bald andere Rahmenbedingungen oder moderne SpeicherTechnologien geben - so würden weitere Sonnenenergie-Anlagen möglich. Alternativ prüfen wir derzeit die Möglichkeit, die alte Heizungsanlage durch ein umweltfreundliches Block-Heiz-Kraftwerk im Kirchenkeller zu ersetzen. Auf diese Weise ließen sich Wärme und Strom gleichermaßen klimaschonend gewinnen. In jedem Falle aber hat sich der Aufwand, den wir mit der energetischen Sanierung unserer Gebäude in den letzten Jahren betrieben haben, längst sehr gelohnt. Sogar Fachleute nennen das Ergebnis “sensationell”: die Emission von Klimagasen konnte um nahezu 70% (!) reduziert werden. Bernd Klingbeil-Jahr Jetzt anmelden zum Konfirmandenunterricht. Bemerkenswert viele Jugendliche entscheiden sich für den Konfirmandenunterricht. Wegen des großen Interesses ist es um so wichtiger, sich rechtzeitig anzumelden. Dies ist ab sofort im Gemeindebüro möglich. Gewöhnlich beginnen diejenigen Jugendlichen mit dem Unterricht, die nach den Sommerferien die 7. Schulklasse besuchen werden. Der neue Kurs beginnt im September und bereitet auf die Konfirmation 2017 vor. Wöchentlich findet eine 60-minütige Unterrichtsstunde statt. Ein gemeinsames Wochenende sowie Freizeiten ergänzen dieses offene Bildungsangebot unserer Gemeinde. Eine Vereinbarung mit der Bildungssenatorin sieht vor, dass alle Schulen die Jugendlichen am Dienstagnachmittag für den Konfirmandenunterricht freistellen. Für den neuen Kurs ist bislang der Termin dienstags von 16.30 bis 17.30 Uhr reserviert. Sollten wieder sehr viele Anmeldungen eingehen, wird eine weitere Gruppe dienstags von 17.45 bis 18.45 Uhr angeboten. Herzlich willkommen! Lars Ackermann und Bernd Klingbeil-Jahr Nachrichten. FÖRDERVEREIN Info-Veranstaltung zum Thema “Pflege”. Friedensgemeinde Am Mittwoch, 10. Juni, um 17.00 Uhr bieten wir eine kostenlose und neutrale Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Es informiert Frau Berger vom Pflegestützpunkt. Herzliche Einladung dazu! Ulrike Hardow Förderverein Friedensgemeinde Bremen e.V. (eingetragen im Vereinsregister Amtsgericht Bremen unter VR 6431, der Verein ist gemeinnützig) Hiermit erkläre ich mich bereit, den Förderverein Friedensgemeinde Bremen e.V. finanziell zu unterstützen. Sommerlicher Tagesausflug für Seniorinnen und Senioren. Vorname........................................................................... Am Donnerstag, 16.Juli, fahren wir mit dem Reisebus nach Bad Zwischenahn. Wir starten um 13.30 Uhr. In Bad Zwischenahn wollen wir die Blütenpracht im “Park der Gärten” genießen und Kaffee trinken. Gegen 19.00 Uhr sollten wir dann wieder zu Hause sein. Eingeladen sind besonders die Senioren und Seniorinnen aus unserer Gemeinde. Gönnen Sie sich einen schönen Nachmittag in netter Gesellschaft! Name................................................................................ Straße............................................................................... PLZ/Ort............................................................................ Ich zahle: 12,- Euro ❑ vierteljährlich ❑ 20,- Euro ❑ halbjährlich ❑ 50,- Euro ❑ jährlich ❑ Euro .................................... bitte Coupon hier abtrennen IBAN* ✂ Der Kirchenchor der Friedensgemeinde wird am Sonntag, 19. Juli, um 18.00 Uhr unter der Leitung von Johannes Lenz ein Konzert geben. ❑ Ich ermächtige den Förderverein Friedensgemeinde Bremen e.V., Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom Förderverein Friedensgemeinde Bremen e.V. auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen. Glaubenskurs. Sommerkonzert. monatlich anderer Betrag Kostenbeitrag 16,- EUR, Anmeldung im Gemeindebüro (Tel. 74242) Ulrike Hardow Basiswissen über den christlichen Glauben können Interessierte an 6 Abenden gemeinsam erwerben. Der erste Abend der Reihe wird am Dienstag, 14.April, um 19.00 Uhr stattfinden. Weitere Termine werden dann verabredet. Willkommen! Ulrike Hardow 6,- Euro ❑ BIC* Unterschrift...................................................................... Bremen, den.................................................................... (Eine Spendenquittung erhalten Sie automatisch) *) IBAN und BIC finden Sie auf Ihrem Kontoauszug oder auf Ihrer Sckeckkarte Nachrichten. FÖRDERVEREIN Vormittags-Kino. Friedensgemeinde Seit einiger Zeit wird jeden zweiten Donnerstag im Monat der Gemeindesaal vormittags zum Kinosaal. Es wird nicht voll abgedunkelt, der Ton ist nicht zu laut und natürlich darf der Kinderwagen auch mit rein. Zusätzlich wird eine Spielecke aufgebaut. Selbstverständlich ist dies nicht nur ein Angebot für Familien, sondern für alle Kinointeressierten. Der Eintritt ist frei. Beginn jeweils um 10.00 Uhr. Förderverein Friedensgemeinde Bremen e.V. (eingetragen im Vereinsregister Amtsgericht Bremen unter VR 6431, der Verein ist gemeinnützig) Vorsitzender: Bernd Klingbeil-Jahr, Pastor Stellvertreter: Lars Ackermann, Sozialpädagoge Kassenwart: Ulrich Meine, Lehrer BIC: IBAN: Bank: GENODEF1EK1 DE81 5206 0410 0006 4127 69 Evangelische Bank Termine und Filme: 11.06. Gott ist tot 09.07. Inklusion - Gemeinsam anders 10.09. Die Reise des jungen Che 08.10. Evil Lars Ackermann Kostenlose Hausaufgabenhilfe. Die Friedensgemeinde bietet seit einiger Zeit Hausaufgabenhilfe für Schülerinnen und Schüler an. Jeden Mittwoch von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr (außer in den Schulferien). Das Angebot ist kostenlos, man muss sich nicht anmelden - kann einfach im “Café Pax” vorbeikommen. Es richtet sich an Schüler/Innen aller Altersstufen und Schulformen, auch an die, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Das Hausaufgabenhilfe-Team besteht aus 3 Lehrern im Ruhestand: Ihre Bereitschaft, Förderer zu werden, senden Sie bitte an das Gemeindebüro der Förderverein Friedensgemeinde Colmarer Str. 12 28211 Bremen Für Ihre Unterstützung danken wir herzlich! ✂ oder an den bitte Coupon hier abtrennen Friedenskirche Bremen Humboldtstr. 175 28203 Bremen - Herr Arnold - Frau Neumann - Herr Jahn Weitere Infos: im Gemeindebüro (Tel. 74242) Humboldtstraße 175, 28203 Bremen Förderverein unterstützt soziale Arbeit. FÖRDERVEREIN Friedensgemeinde Längst ist das Gemeindehaus der Friedenskirche zu einem zentralen Begegnungsraumim “Viertel” geworden. Bis zu 2000 Menschen pro Woche aus allen Generationen nutzen es als einen offenen Ort für Begegnung und Gespräch, für gemeinsames Nachdenken, Gestalten und Handeln. Dass wir unser Haus öffnen können für die Aktivitäten und Interessen so vieler unterschiedlicher Menschen – daran hat auch der Förderverein der Friedensgemeinde großen Anteil. Die Friedensgemeinde will für die Menschen im Stadtteil da sein, gleich welcher Religion und Herkunft sie sein mögen. In Gottesdiensten und in der Lebensberatungsstelle, die offen ist für alle, die ein offenes Ohr suchen. In Konzerten, Seminaren, Projekten und Ausstellungen zu aktuellen Themen. In Gemeindegruppen, in der Kita, der Jugend- und Stadtteilarbeit, im Besuchsdienst für Senioren: Immer geht es um das Eintreten für Gemeinsinn, um das Knüpfen eines sozialen Netzes, um das Zusammenwirken gegen die Vereinzelung und Ausgrenzung von Menschen. Mittelpunkt des offenen Hauses ist das “Café Pax”. Dies ist kein gewerblicher Betrieb, der Einnahmen erzielen soll, im Gegenteil: der “Gewinn” liegt im Zwischenmenschlichen. Hier engagieren sich auch viele Ehrenamtliche, damit viele andere sich freundlich willkommen wissen, damit auf vielfältige Weise immer neu Gemeinschaft entstehen kann. Das Arbeitslosenfrühstück nutzt das Café ebenso wie die vielen Kinder und Eltern, die sich hier im Winter sonntags zum offenen Familientreff einfinden. Hunderte Fußballinteressierte sehen gemeinsam die Spiele des SV Werder, Diskussionsveranstaltungen und Eltern-/Kind-Gruppen finden hier ihren Rahmen. Unsere Kooperationspartner wie die “Bildungsbrücke”, der Kinderschutzbund, das “Haus der Familie”, der MartinsClub, das Ortsamt und viele Kulturinitiativen nutzen das Café Pax ebenfalls. Aber das Angebot ist immer wieder auch durch finanzielle Engpässe bedroht. Es ist ein Gemeinschaftswerk. Darum braucht es den Förderverein Friedensgemeinde: Er sorgt dafür, dass für die Ausstattung, den Betrieb sowie für Personal ausreichend Mittel bereitstehen, damit dieser lebendige Raum auch in Zukunft offen steht. Der Förderverein bietet allen, die das offene Begegnungszentrum gern unterstützen oder für sich nutzen, eine Möglichkeit, ihren Beitrag zum Erhalt des Angebots zu leisten. Hier können Sie sehr direkt helfen, denn die Spenden kommen ohne jeden Abzug unserer konkreten Arbeit zu Gute. Jede Spende, am besten regelmäßig, hilft uns ein Stück weiter auf dem Weg zum Ziel. Am einfachsten ist es, wenn Sie uns mit der auf Seite 23/24 abgedruckten Einzugsermächtigung erlauben, regelmäßig einen festen Betrag von Ihrem Konto an den Förderverein der Friedensgemeinde zu übertragen. Für Ihre Spende bekommen Sie selbstverständlich eine steuerlich abzugsfähige Spendenquittung. Denn der “Förderverein Friedensgemeinde Bremen e.V.” ist als gemeinnützig anerkannt. Für jede Unterstützung danken wir herzlich! Bernd Klingbeil-Jahr Gut zu wissen 25 Nachrichten. 26 Kommen und gehen. Im Wandel Abschied und Neuanfang in der Kita. Am 31. Juli beendet Sylke Hennigsen nach 34 Jahren in unserer Kita ihren Dienst. Seit 1981 arbeitete sie zunächst als Gruppenleiterin und seit 1991 ist sie in der Leitung tätig. Was sie gerne hinter sich lässt. • Die Arbeit im sozialen Bereich steht immer zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Idealen und den verschiedenen Zwängen der Finanzen und administrativen Vorgaben. Der Spagat ist manchmal schwer auszuhalten. • Der spürbar zunehmende Fachkräftemangel. Was sie geschätzt hat. • Das große Vertrauen der Eltern zu den Mitarbeitenden der Kita. • Viele Eltern unterstützen die Arbeit in der Kita mit großem Engagement. • Die Möglichkeiten und Chancen bei der Arbeit sind vielfältig: Die stetige Weiterentwicklung der pädagogischen Konzeptionen, der Umbau und die Erweiterung der Kita, die Integrationsarbeit, der Lerngarten, das waren große Herausforderungen mit guten Ergebnissen. Kind: “Ich will mehr...” Sylke: “Kennst du das Zauberwort?” Kind nach kurzem Nachdenken: “Hokus Pokus!” “Bist Du ein Mensch oder eine Oma?” Was sie vermissen wird. • Vor allem die Kinder! Sylke Hennigsen macht es immer viel Freude, Kinder zu beobachten und mit ihnen im Kontakt zu sein, zu spüren, was sie berührt und beschäftigt, wie sie miteinander spielen, Fragen stellen, wie sie ihre Umwelt entdecken und mit ihr umgehen. Wahrzunehmen, wie freudig und optimistisch sie in die Welt blicken, war für sie immer eine große Bereicherung. • Die Begegnung und Zusammenarbeit mit Eltern, der konstruktive Austausch und ihre Hilfsbereitschaft. • Das lebendige wertschätzende Miteinander mit allen Mitarbeitenden der Kita. • Im Team gibt es ein anregendes Miteinander. Alle bringen sich mit ihren Kompetenzen ein. Bei den Planungs- “Ich bin so froh, dass ich tagen gibt es einen konstruktiven Aus- geboren bin. Ich weiss gar nicht, was ich sonst gemacht hätte!” tausch für die angestrebten Projekte. Viele Ideen und unterschiedlichste AnWas sie dem Team wünscht. gebote werden erfolgreich umgesetzt. Frei nach Pago Balke (19.06.2013): • In der Zusammenarbeit mit der Gemein“Mit Geistes- und Gedankenblitzen de gibt es so eine Vielfalt von Aktivitädiskutieren, lachen, schwitzen...” ten für Kinder und ihre Familien. Ausreichend Zeit für die inhaltliche Wei• Die fachliche Begleitung und Fortbilterentwicklung der Kita im Interesse der dungsmöglichkeiten durch den LandesKinder und viel Erfolg in der Umsetzung. verband und andere Anbieter. Insgesamt sieht Sylke Hennigsen auf eine reiche Zeit zurück und ist dankbar für so viele gute Erfahrungen. Am 5. Juli nehmen die Kita und die Gemeinde offiziell Abschied von ihr mit einem Familiengottesdienst und einem anschließenden Empfang. Kind beim Mittagessen: “Sylke, das hat gut geschmeckt! Das kannste nochmal kochen.” Seit Anfang des Jahres ist Lorena LeschkeJendrtzok als neue Leiterin in unsere Kita zurückgekehrt. Von 1997 bis 2009 war sie in der Kita bereits als Gruppenleiterin tätig. Worauf sie sich freut. • Auf ihre neue Aufgabe und die Herausforderungen, die auf sie zukommen. • Die Neugier und den Wissensdurst der Kinder im Alltag zu erleben. • Die Zusammenarbeit mit den Eltern zum Wohle der Kinder. Tischgebet: Alle guten Gabeln, alles, was wir haben...” Was sie schätzt. • Die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in einem Team, das sich gegenseitig wertschätzt und unterstützt. • Das pädagogische Konzept der offenen Arbeit, das die Partizipation der Kinder ermöglicht und ihren Wissensdurst ernst nimmt. Was sie sich wünscht für die Kita. • Die qualitative Weiterentwicklung der konzeptionellen Arbeit, orientiert an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern. • Ein gutes Zusammenspiel mit der Gemeinde. Für sich selbst wünscht sie sich, immer ein offenes Ohr für die Anliegen aller Beteiligten zu haben und zu befördern. Am 4. Oktober wird sie im Familiengottesdienst in ihren Dienst eingeführt. Kindermund t tut Wahrhei kund Im Wandel 27 28 When I`m sixty-four... FeierAbend und ein “Sommerfest” in der Friedensgemeinde. Eine kleine Nachricht im letzten Gemeindeheft hatte große Wirkung. Überraschend viele “Mittsechziger” fühlten sich angesprochen und sind beim ersten Treffen am 06. Januar einem Aufruf gefolgt, gemeinsam über Ideen zu “Leben im Ruhestand”, “erfüllende Freizeitgestaltung”, “soziales Engagement”, “ehrenamtliche Tätigkeit” oder ein “soziales Miteinander” nachzudenken. Mittlerweile hat sich eine rege, gemischte Gruppe zusammengefunden, die vor Ideen nur so sprudelt... Wie nebenstehende Abbildung zeigt, haben sich auch schon in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts “ältere Herrschaften” engagiert. Sie hatten Spass, eine eigene Meinung, gingen auf Demos. Nur - sie sahen irgendwie anders aus. Offensichtlich gibt es sie auch noch heute. Die Menschen in der “zweiten Mitte ihres Lebens”. Mit viel Erfahrung, mit Ideen, die sie gern noch verwirklichen wollen, mit dem Wunsch nach sozialem Engagement, etwas zurückzugeben - oder dem Ehrgeiz, jenseits vom Berufsleben “mal so richtig durchzustarten”. Manche denken über eine “Restzukunft” oder ihr Ende nach. Andere fürchten sich vielleicht auch nur vor dem Alleinsein. In lockerer Atmosphäre treffen sie sich seit Beginn des Jahres in der Friedensgemeinde - vorerst einmal im Monat, mittwochs um 19.00 Uhr. Wer nun meinte, hier würden den Teilnehmenden vorgefertigte Programme oder Lösungen für Alles serviert, musste feststellen, dass es ganz anders ist. Diskutieren, selbst Mitdenken und auch das Mitarbeiten an geplanten Projekten sind in dieser Runde nicht nur gern gesehen, sondern sogar sehr erwünscht. Und das ist gut so. Nach dem dritten Treffen kennt man sich mittlerweile schon etwas näher, hat Vertrauen zueinander gefunden und beginnt, kreativ zu werden. Vorschläge zu gemeinsamen Aktivitäten wurden gemacht. Selbst manch ganz individuelle Idee fand hier unerwartet Gleichgesinnte. Fazit: Es kann und soll losgehen - was auch immer. Die bisherige Entwicklung der Gruppe lässt den mutigen Schluss zu, dass die Grundidee, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, wohl überfällig war. Für alle “jungen Alten” gilt deshalb: Wer sich auch heute wieder angesprochen fühlt, an unseren “Ü-64-Treffen” teilzunehmen, ist herzlich eingeladen. Inzwischen ist erkennbar: Viele Menschen - vielfältige Interessen, die unter einen Hut zu bringen sind. Und das müssen sie auch noch selbst hinkriegen. Wie man sieht: es geht. Jemand hatte z. B. ein interessantes Buch gelesen oder einen bemerkenswerten Film im Kino gesehen. Plötzlich war man mitten in einer lebhaften Diskussion. Vom “allgemeinen Plausch”, Bewältigen eines Alltagsproblems, Verabreden zum gemeinsamen Erleben von Kultur, Musikveranstaltungen, selbst Musikmachen, Sport oder bis zur Freizeitgestaltung, alles war dabei - es wird schon konkreter. Ein richtiger Name für die Gruppe ist zwar noch nicht gefunden - aber auf der Internetseite der Friedensgemeinde wird in Kürze eine Rubrik eingerichtet, auf der sich alle Interessierten über Angebote, Termine oder die Meinung Einzelner informieren können. So weiss man immer, was läuft. Bisherige Ideen und Planungen für gemeinsame Aktivitäten: • Konzert in “Unser Lieben Frauen” • Konzertbesuch “MusicHall-Worpswede” • “Torfnacht” Ritterhude • Wandern im Harz • Pilgertour • Spaziergang im Friedwald • Fahrradtour • selber Musik machen Einzelheiten und Termine hierzu werden in der Gemeinde an der Info-Wand oder per E-mail bekannt gemacht. Das könnten weitere Themen sein: - ehrenamtliche Tätigkeit - Infoabend zu Internet und Smartphone - Literaturabend - Gemeinsames Grillen Sie haben noch ganz andere Ideen? Schauen Sie doch einfach mal rein oder nehmen Sie Kontakt auf mit Uli Friehe oder Ulrike Hardow (Tel. 473970). Wie man unten sieht, sind Musiker auf dem Weg in die Friedensgemeinde... FeierAbend U 64 29 FeierAbend 30 NEVER TOO LATE Original Bremer Rentnerband Es ist nie zu spät, das zu tun, was sie immer tun wollten. Gemeinsam Musik machen, Rock, Blues, Soul... Jetzt haben sie die Zeit dafür. Zeit für Santana, Eric Clapton, Joe Cocker, Wilson Picket, Otis Redding, Blues Brothers, Status Quo, Steppenwolf... Schon nach den ersten Takten reißt es ihr Publikum von den Stühlen - ihre Begeisterung, ihr Rhythmus und ihre Energie stecken einfach alle an. Sie sind Musiker aus Leidenschaft. Ihr Motto: Rocken statt Rente. www.nevertoolate-bremen.de Unser Sommerfest. Das hat es lange nicht mehr gegeben, ein Gemeindefest mit Musik und Tanz für Jung und Alt, am 11. Juli, ab 17.00h, in der Friedensgemeinde. Als im Januar in den Zeitungen über unser Projekt “Ü-64” berichtet wurde, fühlten sich spontan die 15 Musiker und Musikerinnen der “Original Bremer Rentnerband - NEVER-TOO-LATE” angesprochen und damit aufgefordert, auch einen Beitrag zu leisten. “Das ist doch genau unsere Zielgruppe” erfuhr ich im späteren Gespräch mit einigen Mitgliedern der Band. So entstand schnell die Idee zu einem Gemeindefest. Ohne Gage, ohne Eintritt... aber eine Spende für den guten Zweck “Bildungsbrücke” wäre schön. Die Musik der Band führt uns zurück in die 60ger- und 70ger-Jahre, als noch richtig “gerockt” wurde. Status-Quo, Joe Cocker und viele große Musiker aus “alten Zeiten” lassen grüßen. Eines ist jedenfalls jetzt schon klar: das ist nicht nur was für “ältere Leute”. Alle werden ihre Freude haben, wenn die Band den Saal in einen “Rockpalast” verwandelt und dann die “Post abgeht”. Für Speisen und Getränke sorgt unser Cafe-Team, im Atrium wird es Deftiges vom Grill geben... Allen ein herzliches Willkommen. Erwin Haushahn Jugend- und Familienfreizeit 2015. 31 Bald ist es soweit: in der ersten Sommerferienwoche 2015 bietet die Friedensgemeinde wieder eine Jugend- und Familienfreizeit an der Nordsee an: vom 23. - 29. Juli. Im Evangelischen Jugenderholungsdorf St. Peter-Ording werden wir Quartier beziehen. Die Einrichtung ist ideal für Gruppenreisen mit Kindern und Jugendlichen. Auf dem Gelände gibt es unterschiedliche Spiel- und Tobemöglichkeiten und auch der wunderschöne, weitläufige Nordseestrand ist gut zu erreichen. Ein Vorbereitungstreffen wird erste Einblicke in das Programm geben und die Reise inhaltlich vorbereiten. Anmeldeschluss ist der 28. Mai 2015 Im Zentrum steht die Jugendfreizeit: wie immer bieten wir für diese Altersgruppe ein spezielles, inhaltliches Programm an. In Diskussionen, Übungen und Filmen werden sich die Jugendlichen mit dem Thema Zivilcourage beschäftigen. Es geht also um den Mut, den wir im Alltag brauchen, um uns dem Mobbing und anderen Formen von Gewalt in der Schule, im Internet und auf der Straße entgegen zu stellen. Daneben wird es für Jugendliche weitere gemeinsame Aktivitäten geben und natürlich auch genügend freie Zeit für sonstige Interessen. Restplätze können aber auch gern von Familien mit Kindern gebucht werden, die so in den Genuss einer Woche an der See kommen. Für die Familien gibt es allerdings kein eigenes Programm, denn sie benötigen erfahrungsgemäß Zeit für ihren eigenen Rhythmus. An ausgewählten Gemeinschaftsaktivitäten jedoch können sie gelegentlich durchaus teilnehmen. Was man sonst noch wissen muss: • Unterbringung in einfachen Mehrbettzimmern • An- und Abreise mit dem Bus (eine Fahrradmitnahme ist möglich) • Inklusive Vollverpflegung • Inklusive aller gemeinsamen Programmpunkte übrigens: Selbstverständlich bemühen wir uns darum, die Reisepreise für alle so niedrig wie möglich zu halten, damit gerade auch Jugendliche und Familien mitfahren dürfen, die sich eher selten mal einen Urlaub leisten können. Unabhängig von den regulären Kosten gewähren wir gern Extra-Zuschüsse – gezielt und verschwiegen. Weitere Infos: Gemeindebüro, Tel. 74242 Herzlich willkommen zu einer interessanten Reise ans Meer! Es ist für alle sehr vorteilhaft, in St. PeterOrding über Fahrräder zu verfügen. Für die meisten Mitreisenden können wir eigene Fahrräder im Bus mitnehmen, für die restlichen Teilnehmer werden wir Räder vor Ort ausleihen. Impressum: Gemeindeblatt der Evangelischen Friedensgemeinde Bremen • im Auftrag des Kirchenvorstands herausgegeben von der Redaktionsgruppe - V.i.S.d.P.: Bernd Klingbeil-Jahr. Das Gemeindeblatt erscheint zwei bis drei Mal im Jahr. Namentlich gezeichnete Artikel geben nur die Meinung der Verfasser wieder. Unser Gemeindeblatt ist auf umweltfreundlichem Papier gedruckt.Layout + Gestaltung: DESMEDIA - Erwin Haushahn • Druck: Wagenlöhner, Ebersdorf Auf Reisen In St. Peter-Ording vom 23. - 29 Juli. Friedenskirche Adressaufkleber (der direkte Weg zu unserer Webseite) Ihre Ansprechpartner: Gemeindebüro Kirchenvorstand Claudia Hüniken, Gemeindesekretärin, Tel. 74242 Sprechzeiten: mo./di./do. 10.00 -12.00 Uhr, do. 16.00 -19.00 Uhr (Bauleute) Erwin Haushahn, Gert Hysky, Brigitte Sperry Pastorin Ulrike Hardow, Tel. 47 39 70 email: [email protected] Pastor Bernd Klingbeil-Jahr, Tel. 70 01 08 email: [email protected] Lebensberatung donnerstags von 17.00 - 18.30 Uhr Das Beratungsteam: Petra Reinhardt, Ulrike Hardow Bernd Klingbeil-Jahr ohne Voranmeldung - anonym - offen für alle Kindertagesheim Sylke Hennigsen (bis Juli), Lorena Leschke-Jendrtzok email: [email protected] Lessingstr. 12 A, 28203 Bremen, Tel. 70 68 86 Sozialarbeit Lars Ackermann, Sozialpädagoge, Tel. 7 84 01 email: [email protected] Kirchenmusik Megumi Ishida-Hahn, Tel. 7 84 01 vertretungsweise: Johannes Lenz und Markus Kaiser Raumvermietung Erwin Haushahn, Tel. 0160-50 455 13 Küster/Hausmeister Oliver Frey, Tel. 0172-513 61 62 email: [email protected] Reinigungsfachkräfte Susanne Stichweh, Frauke Seidel Café Pax Mi. und Do. 15.00 - 19.00 Uhr, So. 12.00 - 13.15 Uhr und immer, wenn der SV Werder in der Bundesliga spielt Evangelische Friedensgemeinde offen evangelisch • Kirche im Viertel Humboldtstr. 175 • 28203 Bremen • Tel. 0421/ 7 42 42 www.friedenskirche-bremen.de • email: [email protected] IBAN: DE64 5206 0410 0006 4103 59 • Evangelische Bank • BIC: GENODEF1EK1
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