MSK-Journal-01-2015 - Marianne Strauss Klinik

Journal
01|2015
Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2008
Inhalt
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Editorial
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25 Jahre Marianne-Strauß-Klinik
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Presserückblick
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Der Palliativmedizinische Dienst (PMD)
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Modernisierungen
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Einmal im Jahr lade ich meine Batterien auf
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Pflegedienstleitung offiziell
10 Neuro­immunologische
Spezialambulanz §116b SGB-V
10 Tiergestützte Aktivitäten im Haus der Freunde
11 Aktuelles
12 Vernissage
13 Mitarbeiter
14 Die echte Schlüsselblume
15 Chili con carne à la MSK
15 Impressum
16 Alles Gute zum 25-jährigen Jubiläum!
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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Behandlungszentrums
Kempfenhausen am Starnberger See.
Viel Zeit ist vergangen, seit wir Ihnen die letzte Ausgabe des MSK-Journals
präsentieren konnten. Viel Zeit, in der sich vieles in unserer Klinik geändert
hat und wir vieles bewegen konnten.
Insbesondere das Jahr 2013 stand im Zeichen des runden Geburtstages, das
wir feiern durften. 25 Jahre Behandlungszentrum Kempfenhausen MarianneStrauß-Klinik sind eine Erfolgsgeschichte, die weit über die lokalen Grenzen
hinweg wahrgenommen und verfolgt wird. 25 Jahre Kempfenhausen stehen
für medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Fortschritt und Weiterentwicklung, immer mit dem Fokus auf die Bedürfnisse und Wünsche der
Patienten. Persönliche Nähe, Einfühlungsvermögen sind wesentliche Merkmale, die unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag leben und umsetzen. Möglich wurde dies auch, weil wir sehr positive Unterstützung durch
unsere Träger und den Aufsichtsrat erfahren haben. Die dadurch gewachsene
Planungssicherheit kommt nicht nur der Klinik, sondern auch den Mitarbeitern und Patienten zugute. Besonders möchten wir auch den Freundeskreis
Multiple Sklerose Klinik e.V. mit der Vorsitzenden Sylvia Hass erwähnen, der
die Klinik seit ihrer Gründung begleitet. Das ehrenamtliche Engagement des
Freundeskreises hat nachhaltig gewirkt und ist ein unersetzlicher Bestandteil
unserer Klinik. Der Erlös der zahlreichen Benefizveranstaltungen kam direkt
den Patienten und Bewohnern des Pflegeheims „Haus der Freunde“ zugute.
Dipl.-Volkswirtin Christine Sangha
(Kaufmännische Geschäftsführung)
und Prof. Jürgen Koehler
(Medizinische Geschäftsführung)
Die konsequente Weiterentwicklung unseres Angebots in den vergangenen
Jahren ist für unsere Patienten sehr wichtig. Gemeinsam überlegen wir, welche neuen Leistungen sinnvoll und umsetzbar sind. Tagesklinische Angebote,
unsere fachärztliche Spezialambulanz, das palliativmedizinische Angebot und
die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Partnern der Region sind
Ausdruck unseres Anspruchs, Ihnen die beste Therapie anbieten zu können.
Notwendig waren auch einige bauliche Maßnahmen, die das Ambiente der
Klinik und den Aufenthalt nachhaltig verbessern. Die Instandhaltungsmaßnahmen haben gegriffen. Das Bild der Klinik hat sich in den letzten Jahren
deutlich geändert.
Mehr und vertiefende Informationen finden Sie im neuen MSK-Journal, wir
wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Ihre Geschäftsführung
Christine Sangha
Prof. Dr. Jürgen Koehler
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25 Jahre Marianne-Strauß-Klinik –
25 Jahre innovative Behandlung der Multiple Sklerose
„Die bestmögliche medizinische und
pflegerische Behandlung, Menschlichkeit und innovative Therapien:
das sind die Markenzeichen, die die
Marianne-Strauß-Klinik seit 25 Jahren zu einer der renommiertesten
Fachkliniken für die Behandlung von
Multipler Sklerose gemacht haben“
betonte Joachim Lorenz, Stadtrat
der Landeshauptstadt München und
Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Klinik, während des
Festakts zum 25. Geburtstag der
bayernweit bekannten Einrichtung.
Marianne Strauß, Ehefrau des damaligen Ministerpräsidenten Franz-Josef
Strauß, hatte Anfang der 80er Jahre
den Impuls für eine reine MS-Klinik
gegeben, die 1988 ihre Arbeit aufnahm. Ihre Tochter Monika Hohlmeier musste kurzfristig aus beruflichen
Gründen absagen und konnte nicht
am Festakt teilnehmen. Mit einem
Festakt im benachbarten Schloss
Kempfenhausen feierten mehr als
100 geladene, Freunde, Unterstützer
und Wegbegleiter der Klinik sowie
die leitenden Mitarbeiter den 25.
Geburtstag der Marianne-StraußKlinik am Starnberger See.
Geschäftsführerin Christine Sangha
begrüßte die Gäste und führte zunächst durch die Feierlichkeit. Musikalisch untermalt von den Oberärzten der Klinik, Dr. Wolfgang
Feneberg, Dr. Georg Kurz und Dr.
Martin Meier blickten die Redner auf
die erfolgreichen 25 Jahre zurück,
die auch Dank der engen und guten
Zusammenarbeit der vier Träger so
erfolgreich waren.
Mehr als 40.000 Patienten aus dem
gesamten Bundesgebiet wurden in
den 25 Jahren behandelt. „Trotz
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der schwierigen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen schreibt
die Klinik schwarze Zahlen und ist
außer­gewöhnlich gut belegt“ betonte Bezirkstagspräsident Josef
Mederer. Dies sei der Verdienst aller
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Klinik unter der gemeinsamen
Leitung der Geschäftsführung Christine Sangha und Prof. Dr. Jürgen
Koehler. Mederer erinnerte auch
an die gute und enge Zusammenarbeit der vier Partner, die die Klinik tragen: „Die Landeshauptstadt
München, der Bezirk Oberbayern,
das Kuratorium Wohnen im Alter
und der Landesverband Bayern der
Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG Bayern) haben ein
Ziel: Die bestmögliche Therapie für
jeden Patienten, jeweils individuell
abgestimmt auf die Lebenssituation
des Menschen. Dieses Ziel verfolgen
alle Mitarbeiter jeden Tag“.
Dr. Monika Himmighoffen, Vorstandsvorsitzende der DMSG Bayern,
unterstrich dies eindrucksvoll in ihrer
Rede: „Für uns erfüllte sich ein langjähriger Wunsch und Traum, als die
Klinik öffnete. Ein Behandlungszentrum, dass sich ausschließlich auf die
Bedürfnisse der MS-Patienten konzentriert“. Himmighoffen erinnerte
auch an den langjährigen Ärztlichen
Direktor Dr. Nikolaus König, der für
die Patienten das Gesicht der Einrichtung war. Noch heute ist Dr. König aktiv im Vorstand der DMSG.
Zurück blickte auch Horst Schmieder,
Vorstand des Kuratoriums Wohnen
im Alter. „Uns war und ist diese Klinik eine echte Herzensangelegenheit. Durch die Klinik haben wir für
die Menschen etwas geschaffen,
die sonst leider keine Lobby haben
und viel zu selten Gehör findendie MS-Patienten“. Die Klinik habe
auch von dem ehrenamtlichen und
unermüdlichen Einsatz des Freundeskreis e.V. profitiert. „Noch vor
der Gründung nahm der Verein seine
Arbeit auf und hat mehrere Millionen Euro gesammelt, die direkt und
unmittelbar den Patienten zugutekamen.“ „In dir muss das brennen, was
du bei anderen entzünden willst.“
Mit dem Zitat des Kirchenvaters
Augustinus fasste Prof. Dr. Jürgen
Koehler die vergangenen 25 Jahre
und den unermüdlichen Einsatz aller
Mitarbeiter zusammen. „Wir verstehen uns als eine Klinik, die immer die
individuelle Situation des Patienten
als Grundlage der Therapie nehmen.
Für jedes Stadium der Erkrankung
bieten wir Therapien an“. Möglich
sei dies auch durch die zahlreichen
Forschungsaktivitäten, an denen
die Klinik beteiligt sei. „Jeder Mitarbeiter bringt sich ein, jeder sucht
nach den besten Lösungen für die
Behandlung-das zeichnet die Marianne-Strauß-Klinik aus“ fasste Prof.
Koehler zusammen.
Den Wunsch Aller fasste Dr. Petra
Schmidt, Vorsitzende des Patientenbeirats DMSG in ihrem Schlusswort
zusammen: „In 25 Jahren soll es keine MS mehr geben“.
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25 Jahre Marianne-Strauß-Klinik –
Presserückblick
25 Jahre Behandlungszentrum Kempfenhausen Marianne-Strauß-Klinik
(12.07.2013) Eine in Bayern einzig- erklärt Geschäftsführerin Christine
artige Klinik feiert in diesem Jahr ih- Sangha. Je nach dem Krankheitsstaren 25. Geburtstag: Seit 1988 bietet dium bekommen die Patienten genau
das Behandlungszentrum Kempfen- die Hilfe, die sie benötigen: Das Akuthausen Marianne-Strauß-Klinik unter krankenhaus, das Pflegeheim, die
einem Dach optimale medizinische Tagesklinik und die Spezialambulanz
Versorgung und pflegerische Betreu- bieten eine einzigartige Kombinatiung für Multiple-Sklerose Patienten. on für die Menschen. „Unsere ZieZum runden Jubiläum lädt die Klinik le im Behandlungszentrum sind, die
am 12. Juli zu einem geschlossenen Betroffenen mit ihren individuellen
Festakt mit namhaften Gästen aus Bedürfnissen ganzheitlich ­medizinisch
Politik, Medizin und Krankenkassen zu ­betreuen und natürlich auch, den
ein. Namensgeberin der Klinik war aktuellsten technischen und wisMarianne Strauß, Ehefrau des lang- senschaftlichen Fortschritt dabei zu
jährigen Minister­präsidenten Franz- berücksichtigen.“ so Prof. Dr. Jürgen
Josef Strauß. Nicht nur Patientinnen Koehler, Geschäftsführer und Ärztund Patienten aus der Region neh- licher Leiter der Marianne-Straußmen die Behandlungsmöglichkeit Klinik. Möglich wurde die Klinik erst
wahr, die Klinik ist auch weit über die durch die Kooperation der vier geGrenzen des Freistaats bekannt: „Wir meinsamen Träger: Die Landeshaupthaben Anfragen aus dem gesamten stadt München, der Bezirk OberbayBundesgebiet, da die Betroffenen ern, das Kuratorium Wohnen im Alter
hier eine ganzheitliche und interdis- und die Deutsche Gesellschaft für
ziplinäre Behandlung bekommen,“ Multiple Sklerose - Landesverband
Bayern schufen 1988 die Voraussetzungen für die Klinik. In den vergangenen Jahren wurde das Leistungsangebot der Klinik immer wieder
erweitert und ergänzt, um stets die
bestmögliche Betreuung der Patienten in allen Stadien der Erkrankung zu
sichern. Ergänzend zu den vier Partnern wirkt der Freundeskreis Multiple
Sklerose Klinik Kempfenhausen e.V.
Der gemeinnützige Verein wurde bereits 1985 gegründet. Heute helfen
mehr als 270 Mitglieder aktiv dabei,
die soziale und medizinische Betreuung der Patienten in der Klinik und im
Pflegeheim zu fördern. In den vergangenen 25 Jahren behandelte die Klinik
im Durchschnitt pro Jahr etwa 2.500
Patienten. Viele der Patienten müssen
sich aufgrund ihrer Erkrankung regelmäßig in der Klinik behandeln lassen.
Benefizkonzert der Brass Band München zugunsten der Marianne-Strauß-Klinik im Behandlungszentrum
­Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke am 29.6. in der Loisachhalle (Wolfratshausen)
25
Jahre
Marianne-Strauß-Klinik
(MSK), 25 Jahre außergewöhnliche
medizinische und pflegerische Versorgung von Multiple-Sklerose-Patienten
aus ganz Deutschland. Zugunsten der
MSK spielt die Brass Band München,
Preisträgerin des Bayerischen Orchesterwettbewerbs im vergangenen Jahr,
in einem Benefizkonzert am 29. Juni
2013 ab 19.00 Uhr in der Loisachhalle in Wolfratshausen. Der Erlös des
Konzerts kommt direkt den Patienten
der Klinik zugute. „Es ist uns für uns
und unsere Patienten eine sehr große
Ehre, dass die Brass Band München
zugunsten der Klinik dieses Wohltätigkeits-Konzert spielt“ betonen die
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Geschäftsführer Christine Sangha und
Prof. Dr. Jürgen Koehler. Die Vielfalt
des Klangkörpers der Brass Band ermöglicht die Interpretation zahlreicher
klassischer und zeitgenössischer Werke. Ein Wohltätigkeitskonzert für die
MSK war von der Brass Band schon
lange geplant, da eine Mitwirkende
gleichzeitig langjährige Mitarbeiterin
in der MSK in direktem Patientenkontakt ist und damit umso besser beurteilen kann, wie wichtig die besondere Betreuung von MS-Patienten in der
MSK ist. Das Jubiläum zum Vierteljahrhundert war dann genau der richtige
Anlass hierfür. Der Erlös wird für lang
gehegte Wünsche in der Patientenver-
sorgung verwendet, die nicht von den
Krankenkassen finanziert werden.
Das Benefizkonzert ist ein weiterer
Höhepunkt der 25-Feier der MSK, die
1988 gegründet und sich seitdem zu
einer der renommiertesten und anerkanntesten Fachkliniken für Multiple
Sklerose entwickelt hat. Etwa 40.000
Patienten wurden seither ganzheitlich
und interdisziplinär behandelt und erhielten die bestmögliche medizinische
und therapeutische Versorgung unter
besonderer Berücksichtigung der spezifischen Belange ihres jeweiligen individuellen Krankheitsbildes.
Der Palliativmedizinische Dienst (PMD)
Tag der offenen Tür am 29. Mai 2013
Seit 25 Jahren ist die Marianne-StraußKlinik die Fachklinik für Multiple Sklerose in Deutschland. Im Jubiläumsjahr
2013 richtete die Klinik zahlreiche
Veranstaltungen aus. Einer der Höhepunkte ist der Tag der offenen Tür
am 29. Mai 2013, dem WeltMS-Tag,
von 15.00 bis 19.00 Uhr. An diesem
Tag konnten alle Interessierten einen
Blick hinter die Kulissen der renommierten Fachklinik werfen. „Unsere
Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Programm. Wir bieten direkte
Einblicke in spezielle Untersuchungsmethoden und Therapiemöglichkeiten“ berichtete Geschäftsführer
Prof. Dr. Jürgen Koehler. „Auch für
Spiel und Spaß ist gesorgt. So kann
beispielsweise bei verschiedenen
Geschicklichkeitsübungen selbst ausprobiert werden, wie wichtig neurologische Funktionen im täglichen
Leben sind. Leckeres vom Grill, Fassbier und Musik mit dem Musikverein
Höhenschäftlarn runden den Tag ab.“
ergänzte Geschäftsführerin Christine
Sangha.
Der Palliativmedizinische Dienst
(PMD) des Behandlungszentrums
Kempfenhausen unterstützt mit seiner multiprofessionellen, ganzheitlichen Behandlung schwerstbetroffene MS-Erkrankte zur Linderung von
belastenden körperlichen Symptomen sowie durch psychologische,
soziale und spirituelle Betreuung
PatientInnen und deren Angehörige. Durch eine Verbesserung der Lebensqualität unter Berücksichtigung
der individuellen Bedürfnisse und
Wünsche des Patienten und seinen
Angehörigen soll eine Entlastung
bei der weiteren häuslichen Versorgung erreicht werden.
neurologisch oft jahrelang schwerst
erkrankte Patienten behandelt werden, bei denen primär die Symptomkontrolle inkl. Schmerzbehandlung im Vordergrund steht, und nur
in Ausnahmen die Begleitung im
Sterbeprozess.
Seit dem 7.7.2012 ist der Palliativmedizinische Dienst (PMD) Neuro
Palliative Care in der MarianneStrauß-Klinik nach dem Bayerischen
Fachprogramm Palliativversorgung
in Krankenhäusern für schwer
neurologisch kranke insbesondere
schwer betroffene MS-Patienten
anerkannt.
Immunologische vorbeugende Behandlungen stehen nicht im Vordergrund.
Was bedeutet Neuro-PalliativeCare?
„I care for you“ bedeutet mehr als
eine standardisierte medizinische
Behandlung und Pflege, es bedeutet die fachliche Sorge für den ganzen Menschen: „wir sorgen uns um
Sie / Sie sind uns in Ihrer einmaligen
Würde gerade als Patient wichtig“.
Mit dieser inneren Haltung möchten
wir unseren PatientInnen begegnen
und erreichen, dass sie in unserem
Haus einen schützenden Raum der
Geborgenheit erfahren dürfen.
Zusatz Ehrenamtliche
Neuro-Palliativ-Care ist als Betreuungskonzept durchaus wiederholt
im Laufe einer langen Erkrankungsdauer ohne dramatisch verkürzte
Lebenserwartung sinnvoll mit dem
Ziel durch Symptomlinderung eine
verbesserte Lebensqualität von
schwer kranken Patienten und ihrem
sorgenden Umfeld zu erreichen.
Zur ganzheitlichen Betreuung zählt
auch die palliativpflegerische Beratung der Angehörigen.
Frau Jutta Gransalke, Frau Katrin
Stefferl, Frau Sonja Ritter
Von der klassischen Palliativmedizin
unterscheidet sich Neuro-PalliativeCare im Wesentlich dadurch, dass
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Modernisierungen · Marianne-Strauß-Klinik in neuem Glanz
25 Jahre sind heutzutage eine lange
Zeit für ein Krankenhaus und inzwischen ist ein gewisser Modernisierungsbedarf in verschiedenen Bereichen festzustellen. Immerhin stammt
ein erheblicher Anteil der Bausubstanz
aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg
und hat somit einige Jahre „auf dem
Buckel“. Gleichzeitig entwickeln sich
jedoch die technischen Möglichkeiten
immer weiter und es ist für die Marianne-Strauß-Klinik unerlässlich, auf dem
aktuellen Stand der Technik zu sein.
Aus diesen Anforderungen wurde ein
mehrjähriges Bauprogramm gemeinsam mit Medizin, Pflege und Technik
erarbeitet, das im laufenden Betrieb
umzusetzen ist. Die ersten größeren
Auswirkungen konnten unsere Patienten in unserem Jubiläumsjahr „ live
miterleben“. Nachdem zum Jahreswechsel 2012/2013 bereits die Räume
der Ergotherapie komplett neu gestaltet worden waren, wurde im Frühsommer die gesamte Lichtrufanlage im
Haus vollständig ausgetauscht und
ermöglicht nun den Pflegekräften eine
direkte Kommunikation mit den Patienten vom Stützpunkt aus. Im Zuge
dieser Baumaßnahme wurde auch die
Beleuchtung in den Patientenzimmern
erneuert, so dass wir uns endlich von
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den energieverschwendenden 200
Watt-Lampen und Leselampen verabschieden konnten. Die neue dimmbare
und auf die individuellen Belange der
Patienten einstellbare Beleuchtung hat
in Bezug auf die Schalter zwar noch einige Kinderkrankheiten, aber gemeinsam mit unseren Patienten werden wir
hier eine gute Lösung finden.
Die Erneuerung des Bodens in unserer
Küche ging für die Patienten ­relativ unbemerkt von statten, lediglich der Mehrzweckraum war in dieser Zeit durch unser Speisenverteilungsband belegt.
Im November haben wir mit einem ökumenischen Gottesdienst unseren frisch
renovierten Andachtsraum eingeweiht,
aus unserer Sicht eine wirklich gelungene Umgestaltung mit dem Ergebnis, dass
der Raum zu Einkehr und Meditation
richtiggehend einlädt.
Im Dezember war bereits wieder Baulärm angesagt, da im Speisesaal der
Station D eine Wand herausgerissen
wurde, um eine Vergrößerung zu erreichen. Auch wurde das Stationszimmer
komplett umgestaltet und mit modernen, ansprechenden Möbeln eingerichtet.
Durch die Schrankenanlage am Parkplatz
vor der Klinik versprechen wir uns mehr
Parkplätze für unsere Patienten und Mitarbeiter.
Auch im Pflegeheim wurde kräftig gebaut, so wurde zum Jahreswechsel
2012/2013 der Teppichboden in den
Fluren entfernt und dort sowie in beiden
Aufenthaltsräumen ein wohnlicher Boden in Holzoptik verlegt. Im Herbst wurde das von Anfang an für Rollstuhlfahrer
ungeeignete Kopfsteinpflaster mit Asphalt ersetzt, so dass Stolperfallen beseitigt werden konnten und ein rüttelfreier
Zugang zum Haus der Freunde möglich
ist.
Das Jahr 2013 war damit zwar abgeschlossen, die Maßnahmen für 2014
werden derzeit erfolgreich durch­geführt.
So werden beispielsweise die Fenster in
den Patientenzimmern sukzessive ausgetauscht. Auch die grundlegende Renovierung der Balkone ist abgeschlossen,
so dass die Parkseite der Klinik ein ganz
neues Erscheinungsbild hat.
Lassen Sie sich überraschen und machen
Sie es wie einige Patienten, die bei jedem
Aufenthalt inzwischen fragen: „Und,
habt Ihr wieder etwas Neues?“
Einmal im Jahr lade ich meine Batterien auf
Gerhard Wagner ist ein besonnener
Mann, der mit seiner Erkrankung
MS sehr bewusst umgeht. „Ich höre
auf meinen Körper und spüre, wann
es Zeit ist, die Batterien wieder aufzuladen.“ Seit 1988 meldet sich der
gelernte Maschinenbaumeister dann
für eine stationäre Behandlung in
der Marianne-Strauß-Klinik an. „Ich
schätze die erfahrenen Mitarbeiter,
die sich um mich kümmern. Sie arbeiten intensiv mit mir und kennen meine Probleme und Wünsche sehr genau“, betont Wagner. Sehr profitiert
er während der Behandlung von der
Ergotherapie. „Die Übungen der Ergotherapie wirken mehrere Monate,
die Beweglichkeit bleibt über diesen
langen Zeitraum“ erläutert der Karlsruher. Das ist auch der Grund, weshalb er seit einem Vierteljahrhundert
nach Kempfenhausen kommt. „Natürlich kenne ich viele der Mitarbeiter
und schätze sie. Und natürlich kennen
sie mich und können meinen Krankheitsverlauf gut einordnen. Sie haben
meine Unterlagen und können erkennen, was zu tun ist“.
Die Erkrankung Multiple Sklerose begleitet ihn bereits seit 1975. Zunächst
vermuteten die Ärzte jedoch, dass
er an einer Rückenmarkentzündung
erkrankt sei. „Erst acht Jahre später,
1983, wurde dann die Diagnose gestellt, zunächst war das für mich ein
Schock. Schließlich musste ich mein
Leben neu ordnen, so wie das viele
MS-Patienten machen müssen.“ Zunächst ließ er sich in einer MS-Klinik
in der Nähe von Karlsruhe behandeln,
aber die Klinik wurde 1987 geschlossen. Über einen Arzt wurde Wagner
auf die Marianne-Strauß-Klinik aufmerksam und meldete sich dort an.
„Natürlich ist es ein weiter Weg, aber
jede Behandlung hat sich gelohnt. Jeder Aufenthalt hat mir und meinem
Körper etwas gebracht. Die Mitarbeiter sind eingespielt und arbeiten eng
zusammen: Ärzte, Pflege und Therapie sind ein Team, das merkt man
jeden Tag“, betont Wagner. Dies ist
wichtig, denn Herr Wagner hat nicht
nur MS, sondern auch vier Bypässe.
Deswegen darf er auch kein Cortison
bekommen. „Ich bekomme eine individuelle Behandlung, das spüre ich bei
jedem Aufenthalt“. In den vergangenen 25 Jahren hat er natürlich auch
viele andere Patienten kennengelernt.
„Natürlich rufen wir uns gegenseitig an, tauschen uns aus. Mir ist das
wichtig, schließlich kenne ich diese
Menschen teilweise seit mehr als 20
Jahren.
Pflegedienstleitung
offiziell
Frau Heike Jakobs ist eine Krankenschwester aus Berufung. Ihr
Ziel ist es die Ihr anvertrauten Patientinnen und Patienten pflegerisch umfassend zu versorgen. Mit
dieser Lebenseinstellung arbeitete Frau Jakobs seit 1999 in der
­Marianne-Strauß-Klinik und durchlief unterschiedlichste Funktionen
im Pflegebereich, einschließlich
des neurourologischen Labors. Ihre
große Erfahrung und ihr Engagement waren Basis für die Übernahme größerer Verantwortung als
Bereichsleiterin und seit 01.01.12
in Doppelspitze und seit 01.01.13
alleinverantwortliche Pflegedienstleitung der Marianne-Strauß-Klinik.
Diese Funktion hat Frau Jakobs zu
jeder Zeit mit größtem Einsatz und
Professionalität ausgefüllt. Parallel
zu dieser täglichen Herausforderung hat sie nun erfolgreich auch
die offizielle Qualifikation als Pflegedienstleitung abgelegt. Das Team
des Behandlungszentrums gratuliert
Frau Jakobs zu dieser hervorragenden Leistung und freut sich auf die
weitere Zusammenarbeit.
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Neuro­
immunologische
Tiergestützte Aktivitäten
Spezialambulanz
im Haus der Freunde
§116b SGB-V
Seit 2012 wurde zur Komplettierung des Angebotes eine Spezialambulanz für Multiple Sklerose
nach §116b SGB V etabliert. In
dieser Spezialambulanz wird neben Zweitmeinung und Versorgung
bei Ausfall der ambulanten Option
(z.B. Krankheitsfall oder Urlaub)
die vollumfängliche Diagnostik
und ambulante Therapie angeboten und im Einzelfall die Weiterbehandlung in der Tagesklinik oder im
vollstationären Bereich initiiert. Damit ist das Behandlungszentrum in
der Lage, für alle Fragen im Bereich
der Multiplen Sklerose umfänglich
eine Versorgung anzubieten.
Große Bedeutung nimmt dabei
auch die enge und vertrauensvolle
Zusammenarbeit des multiprofessionellen Teams ein. Die ständige
Weiterentwicklung der therapeutischen Konzepte sowie die Fortund Weiterbildung der Mitarbeiter
sind wesentliche Elemente, um die
Patienten optimal zu behandeln.
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Samy liegt auf dem Schoß von Frau
W. und lässt sich streicheln, allerdings
nicht ohne den Blick von Sally zu lassen, die sich gerade Herrn K. zu Füßen
geworfen hat und ungeniert versucht
ihn mit ihrem unnachahmlichen Blick
zu verführen. Samy und Sally sind kein
Paar, sondern ein Team. Die beiden
Therapiebegleithunde besuchen zweimal im Monat die Bewohner im Haus
der Freunde, lassen sich mit Leckerlis
verwöhnen und sorgen für strahlende
Gesichter.
Unabhängig von einem pädagogischen oder therapeutischen Ansatz
haben Tiere an sich bereits eine positive Wirkung auf uns Menschen. Tiere
sind treue Freunde, wahre Seelentröster und allein eine Streicheleinheit für
den geliebten Vierbeiner kann nachweislich stressreduzierende Wirkung
für den Zweibeiner zur Folge haben.
Diese „Wirkung“ nutzen wir im Haus
der Freunde seit mehr als zwei Jahren: Ausgebildete Hundetrainerinnen
besuchen uns mit ihren Therapiehunden. Tiergestützte Arbeit nennt sich
diese Art der Aktivierung, die sich
in purer Lebensfreude niederschlägt
wenn die Hunde sich an die Bewohner schmiegen, sich streicheln lassen,
nach einem Leckerli hüpfen und mit
dem unwiderstehlichsten Blick ein
weiteres Leckerli erbitten. Die erfahrenen Therapiehunde-Begleiterinnen
achten auf das jeweilige tageszeitliche Befinden der Bewohner und darauf, dass weder Hund noch Mensch
überfordert werden. Deshalb arbeitet
immer ein Hundeteam gemeinsam.
Unser Ziel ist es, mit der hundegestützten Aktivierung Bewohner auf
spielerische Weise zu mobilisieren,
Spaß und Abwechslung von der Alltagsroutine zu bringen, mit der angenehmen Nebenwirkung, dass die Tiere
entspannend und beruhigend wirken.
Was wir in der Praxis gemeinsam mit
unseren Bewohnern erfahren, bestätigen Studien: Die Beschäftigung mit
einem agilen tierischen Partner baut
Stress ab, beruhigt das Nervensystem,
lenkt von Schmerzen ab, erhöht die
Ausschüttung des Glückshormons Endorphin, senkt den Blutdruck, normalisiert die Herzfrequenz. Wer einmal
Freundschaft mit einem Vierbeiner
geschlossen und die beglückenden
Momente erlebt hat, wenn Hund
treuherzig blickend das Stöckchen
Frauchen oder Herrchen zu Füßen legt
und schwanzwedelnd auf eine Belohnung wartet, den wundern diese wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht.
Wir danken dem Freundeskreis für die
Unterstützung der tiergestützten Aktivierung und die vielen Momente der
Freude, die sie den Bewohnern und
uns ermöglichen.
Literatur: T. Germann-Tillmann, et al, (2014), Tiergestützte Interventionen, Huber Verlag, Bern.
Aktuelles
Regelmäßige Veranstaltungen für Laien und
MS-Betroffene sowie für medizinisches Fachpersonal
bietet die Marianne-Strauß-Klinik
Das Jubiläumsjahr 2013 wurde mit einem Informationsabend am 10.04.2013
für Laien und MS-Betroffene mit wichtigen Themen über neue Medikamente,
über physiotherapeutische Schmerztherapie und neuropsychiatrische Frage­
stellungen bei MS eröffnet. Zahlreiche Interessierte und Gäste fanden sich hierzu im Veranstaltungssaal der Marianne-Strauß-Klinik ein. Prof. Koehler, Frau
Schreiter sowie Herr Dr. Meier gaben ausführliche Informationen und beantworteten alle Fragen der Zuhörenden.
Im gleichen Jahr wurde am 20. November 2013 das 4. Wintersymposium abgehalten. Hierzu waren herzlichst Mediziner und medizinisches Fachpersonal
eingeladen. Herr Prof. Hohlfeld als internationaler Experte und Vorsitzende des
Ärztlichen Beirates der DMSG Bundesverband gab interessante Einblicke in die
Pathophysiologie der Multiplen Sklerose. Prof. Mayr erklärte sehr anschaulich
an kernspintomographischen Bildern die möglichen Differenzialdiagnosen bei
Verdacht auf Multiple Sklerose. Der leitende Oberarzt Dr. Pöllmann gab einen
umfassenden Rückblick über 25 Jahre medikamentöse Behandlung bei Multipler Sklerose. Prof. Koehler stelle das neuropalliativ-medizinische Konzept der
Marianne-Strauß-Klinik vor und zeigte an eigenen Daten, die mit Frau Dr. Basedow-Rajwich erhoben wurden, wie wichtig ein solches Behandlungsangebot
für MS-Betroffene sein kann.
Auch im Jahre 2014 wurden beide Reihen für Laien und Experten fortgesetzt.
Am 4. Juni 2014 konnten zahlreiche Gäste und Laien sowie MS-Betroffene sich
Informationen zu den neuen Herausforderungen in der Behandlung der Multiplen Sklerose und den damit verbundenen Immuntherapien von Herrn Dr. Feneberg informieren lassen. Frau Dr. Basedow-Rajwich erklärte sehr verständlich
neue Behandlungsmöglichkeiten für schwerst neurologisch kranke Patienten
im Rahmen eines neuropalliativ-medizinischen Konzepts. Prof. Koehler nahm
sich dem Thema der neurologischen Präventionsmedizin an und erklärte, was
man persönlich tun kann, um einen Schlaganfall zu vermeiden.
Das 5. Wintersymposium am 5. November 2014 war ebenfalls ein großer Erfolg Neben den immuntherapeutischen Langzeitkonzepten und einem Einblick
für Nicht-Neurologen in die neurologische Diagnostik wurde das Schmerzmanagement in der Neurologie intensiv diskutiert. Die Vortragenden Prof. Koehler,
Dr. Feneberg und Frau Dr. Ionescu freuten sich über die aktive Teilnahme der
Zuhörer/innen.
Foto oben: Dieses Jahr hatten wir
hervorragende externe Referenten
gewinnen können. Wir danken Herrn
Prof. Hohlfeld und Herrn Prof. Mayr,
die über neue Einblicke in die Entstehung der Multiplen Sklerose und die
Möglichkeiten der Bildgebung zur
differenzialdiagnostischen Abklärung
referierten. Wichtige neue Erkenntnisse zur palliativen Versorgung
MS-Kranker und eine Bewertung
der letzten 25 Jahre im Bereich der
medikamentösen Therapien waren
weitere Highlights der Veranstaltung.
Neue Therapieoption in
der Immuntherapie der
schubförmigen MS
Im Herbst 2013 und Anfang 2014
wurden neue immuntherapeutische Medikamente zugelassen.
Hierzu zählt Teriflunomid (Aubagio®), Dimethylfurmarat (Tec­fi­dera®) und Alemtuzumab (Lem­
trada®). Diese Medikamente dienen der Behandlung des primär
schubförmigen Verlaufs und sind
bei aktiver Multipler Sklerose eine
mögliche Therapieoption. Damit
erweitert sich die Angebotspalette für MS-Patienten mit schubförmigem Verlauf erheblich. Neben
den Wirkeffekten sind allerdings
auch mögliche Nebenwirkungen
im Vorfeld ausführlich zu besprechen. Näheres erfahren Sie bei Ihrem Neurologen und Neurologin
oder in unserer Spezialambulanz.
Immunologische Spezialambulanz
der Marianne-Strauß-Klinik Dienstag bis Donnerstag: Terminvereinbarung unter: 08151 261920
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Vernissage
Von Menschen für Menschen
Öffentliche Vernissage am 11. Oktober ab 15.00 Uhr in der Marianne-Strauß-Klinik in Berg am Starnberger See
Es sind Skulpturen und Bilder, die den
Betrachter in ihren Bann ziehen und
faszinieren. Sie laden ein, innezuhal­
ten und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, sich Gedanken zu machen.
Das war auch das Ziel, als die Ge­
schäfts­führer Christine Sangha und
Prof. Dr. Jürgen Koehler, Patienten
und Mitarbeiter der Klinik einluden,
ihre Kunstwerke in der Klinik auszustellen. „Wir haben in der MarianneStrauß-Klinik immer wieder erlebt,
welche künstlerische Begabung in je-
12
dem Einzelnen schlummert. Mit dieser
Vernissage möchten wir ein Forum
für unsere Künstler bieten, sich einer
breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Die Resonanz übertraf unsere Erwartungen bei weitem“ freuten sich beide. Sehr unterschiedliche Motive und
Stile zeigten sich in den Kunstwerken, die auch immer die persönliche
Note des Künstlers widerspiegeln. Die
Marianne-Strauß-Klinik lud zu einer
öffentlichen Vernissage ein, bei der
auch einige der Künstler anwesend
waren und ihre Kunstwerke erläuterten. Am Freitag, den 11. Oktober ab
15.00 Uhr waren alle Kunstinteressierten zur Vernissage eingeladen.
Bereichert wurde die Vernissage durch
die Trommlergruppe Sambayi unter
Leitung von Dr. Andreas Kisslinger.
Weitere Informationen finden Sie auch
unter www.ms-klinik.de
Mitarbeiter
Mitarbeiterfitness
Auf Vorschlag von Frau Kerzendörfer
(Leitung Ergotherapie) und Frau Kirchhoff (Assistenz kfm. Geschäftsführung)
hatte die Geschäftsführung im Rahmen
des betrieblichen Gesundheitsmanagements im September 2013 beschlossen, allen interessierten Mitarbeitern,
begleitet von einer ausgebildeten Trainerin, ein wöchentliches Fitnessprogramm anzubieten. So gibt es seit dem
17.09.2013 einmal wöchentlich im
Mehrzweckraum ein tolles Fitnesstraining, an dem jeder Mitarbeiter kostenlos teilnehmen kann. Der Kurs war so
gut besucht, dass auch dieses Jahr wieder dienstags „gesportelt“ wird.
Entspannungskurs
Ein weiteres Angebot im betrieblichen
Gesundheitsmanagement wird durch
Frau Dr. Busch in den Räumen der Tagesklinik angeboten. Jeweils montags
abends findet ein 1stündiger Entspannungskurs statt, den jeder Mitarbeiter
kostenlos besuchen kann. Es werden
verschiedene Entspannungstechniken
angeboten, die die Mitarbeiter erlernen
können. Auch dieser Kurs wird gerne
wahrgenommen.
Frau Kerzendörfer, Frau Jacob, Frau Kirchhoff
Neu in der MSK: Mitarbeitermassagen!
Für Entspannung nach einem anstrengenden Arbeitstag sorgen die
von Frau Dornauer (Mitarbeiterin der
­Physikalischen Therapie) seit Dezember
2013 angebotenen Mitarbeitermassagen. Diese können 2x pro Woche ab
16.15 Uhr von den Mitarbeitern des
Hauses an der Rezeption mit einem
Tag Vorlauf gebucht werden. Es gibt
auch die Möglichkeit, Gutscheine oder
8er Karten – bei ­denen die 9. Massage
dann kostenfrei ist – käuflich zu erwerben. Für 20 Euro können die Mitarbeiter eine halbe Stunde abschalten und
entspannen, um dann mit neuer Energie durchzustarten.
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Die echte Schlüsselblume (primula veris)
in der Marianne-Strauß-Klinik
Die MSK ist als besondere Einrichtung
anerkannt aufgrund ihrer ganzheitlichen und speziellen Behandlung von
Multiple Sklerose Erkrankten.
Dies führt dazu, dass mit dieser Pflanze unkontrollierter Raubbau betrieben
wird und ihre Schönheit dazu verführt,
die Blüten für die Vase zu pflücken.
Aber nicht nur die MSK ist etwas Besonderes, auch ihr Park beherbergt so
manche Seltenheit, wie zum Beispiel
die Schlüsselblume, die heute nach
diesem langen Winter eine der ersten Frühlingsblumen war und uns mit
ihren kleinen gelben Blüten­büscheln
erfreut hat.
So ist diese Pflanze in manchen Bundesländern schon gar nicht mehr zu
finden und steht unter Naturschutz,
gehört zu den besonders geschützten
Arten. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern für den gesamten Verbreitungsbereich, auch in vielen Teilen
Europas.
Dies ist auch kein Wunder, denn der
lateinische Name bedeutet so viel wie:
„Die erste des Frühlings“.
Wir freuen uns sehr, dass unser Park
Ihnen dieses Kleinod der Natur im
Frühling so zahlreich zeigen kann und
bitten Sie daher eindringlich, vom
Pflücken dieser geschützten Pflanze
abzusehen.
fivelakes-photos
Da viele kleine Blüten wie „an einem
Schlüsselbund“ in Büscheln an einem
Stängel sitzen, entstand der Name
„Schlüsselblume“, aber sie wird auch
als Wiesenprimel oder Himmelsschlüssel bezeichnet.
Sie liebt trockene Wiesen, lichte Wälder und Waldschläge und kann noch
in einer Höhenlage von ca. 1.700 Metern gefunden werden.
Sie ist nicht nur eine wunderschöne Blume, sondern dient mehreren
Schmetterlingsraupen als Futterpflanze, darunter der Raupe des Nachtfalters Trockenrasenbusch-Bandeule
(auch silbergraue Bandeule) und des
Tagfalters Schlüsselblumen-Würfelfalter. Beide Schmetterlingsarten sind in
ihrem Bestand gefährdet, auch, weil
die Schlüsselblume selber zu den gefährdeten Arten gehört.
Aber diese kleine Blume kann noch
mehr und ist als wichtige Heilpflanze
nicht nur bei Erkrankungen der Atemwege, sondern auch bei rheumatischen Beschwerden bekannt.
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Gehen Sie durch den Park und genießen Sie den Anblick dieser Frühlingsboten. Geben Sie den Schmetterlingen eine Chance, sich durch die
Pflanzen zu ernähren und vielleicht
können wir irgendwann sogar einen
dieser Schmetterlinge in unserem Park
willkommen heißen.
Gisela Hildebrandt-Deinert
Chili con carne à la MSK
Impressum
Marianne-Strauß-Klinik
Behandlungszentrum Kempfenhausen
für Multiple Sklerose Kranke
gemeinnützige GmbH
Milchberg 21
D-82335 Berg am Starnberger See
© pamela_d_mcadams istock
Tel.: (0 81 51) 261-0
Fax: (0 81 51) 261-955
Unsere E-Mail-Adresse:
[email protected]
Unsere Homepage:
www.ms-klinik.de
Zutaten für 4 Personen:
30 g Rapsöl (Rüböl)
100 g Zwiebel, roh
1 Knoblauchzehe
350 g Rinderhackfleisch
350 g Rote Kidneybohnen
300 g Bratensoße
100 g Tomatenketchup
2 g Salz, jodiertes Speisesalz
2 g Pfeffer, weiß, gemahlen
2 g Paprikapulver, scharf
1 g Tabasco
Zubereitung:
Hackfleisch mit Zwiebel und Knoblauch anbraten und ca. 30 Minuten
schmoren, mit Bratensoße aufgießen.
Bohnen dazugeben und fertiggaren.
Mit Ketchup und Gewürzen abschmecken. Als Beilage Reis, Baguette oder
Fladenbrot.
Wer es gern schärfer mag, kann auch
frische Chilischoten verwenden.
Kaufmännische Geschäftsführerin:
Christine Sangha
Medizinischer Geschäftsführer:
Prof. Dr. med. Jürgen Koehler, MA
Aufsichtsratsvorsitzender:
Harald Schwab
Gerne schicken wir Ihnen das
MSK-Journal per Post zu:
Bitte schicken Sie uns das ausgefüllte
Formular an die oben genannte
Adresse oder mailen Sie die Angaben
Pro Portion: 410 kcal · 22,9 g Eiweiß · 22,8 g Fett · 26,9 g Kohlenhydrate · 0,4 BE · 0,1 mg Cholesterin
an [email protected]
Bitte schicken Sie mir das MSK-Journal
unverbindlich und kostenlos zu:
Vorname und Nachname
Straße
PLZ, Ort
Telefonnummer
E-Mail-Adresse
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Alles Gute zum 25-jährigen Jubiläum!
Denise Frohmader, Diagnostik
Carola Kahle, BL 1
Gisela Hildebrandt-Deinert, Sozialdienst
Dr. Michaela Starck, Ärztlicher Dienst
Manuela Hüttinger, Ärztlicher Dienst
Anneliese Haelterlein, BL 2
Heinrich Schmidt, Haustechnik
Dr. Birgit Basedow-Rajwich, Ärztlicher Dienst
Anita Schrott, Küche
Dr. Georg Kurz, Ärztlicher Dienst
Jürgen Unger, Küche
Venka Petak,Stationshilfe
Ljiliana, Danilov, BL 1 (nicht auf dem Foto)
Dr. Walter Pöllmann,Ärztlicher Dienst