Document 183119

 PRESSESPIEGEL
KONFERENZ: „ENERGY SECURITY – HOW TO
conference
FEED AND SECURE THE GLOBAL DEMAND?“
ENERGY SECURITY
10.07.2013-17.07.2013
How to feed and secure
10. JULI 2013
MÜNCHNER SICHERHEITSKONFERENZ
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KONFERENZ "ENERGY SECURITY – HOW TO FEED AND SECURE THE GLOBAL DEMAND?"
15.07.2013
Vielfältige Perspektiven auf die Herausforderung Energiesicherheit: Frankfurter Allgemeine Forum und
Münchner Sicherheitskonferenz veranstalten erste gemeinsame Konferenz
Von Tobias Bunde und Oliver Rolofs
Am 10. Juli fand im Frankfurter Gesellschaftshaus Palmengarten die internationale Konferenz "Energy Security:
How to Feed and Secure the Global Demand"statt, die gemeinsam vom Frankfurter Allgemeine Forum und der
Münchner Sicherheitskonferenz veranstaltet wurde. Die Tagung unter der Schirmherrschaft von
Bundesumweltminister Peter Altmaier und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler widmete sich den
aktuellen Herausforderungen der globalen Energiesicherheit und den politischen Entwicklungen in den
Förderländern.
So standen im Lichte der US-Schiefergasrevolution und der deutschen Energiewende nicht nur die
sicherheitspolitischen und geostrategischen Auswirkungen veränderter globaler Energieversorgungsströme und
die Frage zur Debatte, wie angesichts wachsender Abhängigkeiten von Öl- und Gasimporten in Zukunft eine
sichere Energieversorgung für den deutschen und europäischen Standort gewährleistet werden könne. Es
wurden mit Blick auf die nicht minder revolutionäre Energiewende ebenso die Möglichkeiten zur Verringerung
der Abhängigkeiten von Energieimporten sowie Fragen der Energiegewinnung und der Umweltpolitik diskutiert,
darunter auch das Für und Wider der Erdgasförderung durch so genanntes Fracking.
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Botschafter Wolfgang Ischinger, machte zu Beginn der
Konferenz deutlich, dass Energiesicherheitspolitik heute ganz klar zum Kernbestand internationaler
Sicherheitspolitik gehöre. Angesichts der weitreichenden energiepolitischen Veränderungen der Gegenwart,
nicht zuletzt der so genannten Schiefergasrevolution in den USA, müssten sich Sicherheitspolitiker heute
intensiv mit Fragen der Energiesicherheit befassen.
Auswirkungen der möglichen Unabhängigkeit der USA von Öl- und Gasimporten
Dass Sicherheitspolitik im 21. Jahrhundert von gravierenden energiepolitischen Veränderungen gezeichnet sein
wird, machten die Prognosen über die künftige Unabhängigkeit der USA von Öl- und Gasimporten deutlich, die
gleichzeitig den roten Faden der Konferenz bildeten. Die Energierevolution in den USA werde „tiefgreifende
Konsequenzen für die geostrategischen Verhältnisse“ haben, sagten verschiedene Teilnehmer der Konferenz.
„Diese Veränderungen berühren unsere Sicherheitsinteressen unmittelbar und sind Anlass zur Sorge über die
künftige europäische Energiepolitik“, monierte Ischinger. Denn die EU habe „noch kaum damit begonnen“, die
sicherheitspolitischen Konsequenzen zu durchdenken. Die USA verringerten ihre Abhängigkeiten, das Interesse
am Nahen Osten gehe zurück. Washington werde sich fragen, ob es auch künftig die militärische Präsenz im
Mittelmeer und im Golf aufwendig finanziere oder die Mittel hierfür nicht anders ausgeben wolle.
Die US-amerikanische Bonanza werde zudem den Weltmarktpreis für Öl- und Gas drücken – mit direkten
Auswirkungen auf die Golfstaaten, warnte Friedbert Pflüger, Direktor des European Centre for Energy and
Resource Security am King's College London und ehemaliger Parlamentarischer Verteidigungsstaatssekretär.
Die dann nachlassenden Petrodollar-Einnahmen, mit der die arabischen Autokratien am Golf die Loyalität ihrer
Bürger bislang erkauft hätten, würden ihren Spielraum einschränken. Gleichzeitig müssten sie Antworten auf
die schnell wachsenden und jungen Bevölkerungen in der Region finden, sagte Pflüger. Wie hoch hier der
gesellschaftliche und politische Druck sei, zeigten erst die jüngsten Entwicklungen in Ägypten. Laut Ramzy
Ezzeldin Ramzy, Botschafters der Arabischen Liga bei den Vereinten Nationen in Wien, erlebe das Land gerade
eine „zweite Welle“ der Emanzipation, in der insbesondere junge Ägypter jegliche Form der autoritären
Herrschaft ablehnen würden.
Neben diesen Faktoren wächst gleichzeitig für Europa die Abhängigkeit von der zunehmend instabilen Region
des Nahen und Mittleren Ostens, die bislang einen Großteil des europäischen Öl- und Gasbedarfs deckt. Sie
droht insgesamt zu einem sicherheitspolitischen Vakuum zu werden, das in absehbarer Zeit wohl auch von
China und Indien nicht gefüllt werden kann. In diesem Zusammenhang regte Ischinger an, die Staats- und
Regierungschefs der 28 EU-Staaten sollten auf ihrem Gipfel im Dezember den Auftrag für ein
sicherheitspolitisches Grundsatzdokument erteilen, in dem auch Aufgaben und Prioritäten einer gemeinsamen
europäischen Energiesicherheitspolitik definiert werden. Inwieweit dann die Region des Nahen und Mittleren
Ostens neben Energiefragen die Agenda der europäischen Außen- und Sicherheitspolitik beeinflusst, wird sich
zeigen. Dass auch der Iran dabei eine Rolle spielen dürfte, gilt als wahrscheinlich.
Iranischer Energieminister: Gegen die „Politisierung“ von Energiefragen
Einen Eindruck über die iranischen Perspektive konnten die Teilnehmer der Frankfurter Konferenz in einem
Gespräch zwischen Ischinger und dem iranischen Energieminister Rostam Ghasemi gewinnen. Auch hier nahm
die zunehmende Unabhängigkeit der USA von Energieimporten eine wichtige Rolle ein. Dabei machte Ghasemi
klar, dass er die Entdeckung neuer Energievorkommen begrüße, weil sie allen Nationen zu Gute kämen.
Wiederholt wies er darauf hin, dass seine Regierung bereit sei, iranische Ressourcen in die Welt zu exportieren,
wenn man sie denn lasse. Zwar behauptete der Minister, die internationalen Sanktionen hätten die iranische
Wirtschaft nicht geschwächt. Gleichzeitig warb er aber um europäische Firmen, die jederzeit wieder
willkommen wären, und beklagte eine Politisierung von Energiefragen durch Sanktionen.
Angesprochen auf die Hoffnungen im Westen, ob mit der Wahl des neuen iranischen Präsidenten Rohani eine
diplomatische Lösung im Atomstreit wahrscheinlicher werde, antwortete Ghasemi ausweichend und
wiederholte die traditionelle iranische Linie: Man habe ein Recht auf die zivile Nutzung der Atomenergie, das
man wahrnehmen werde. Der Erwerb von Nuklearwaffen hingegen sei Muslimen streng verboten. Iran sei gerne
bereit der internationalen Gemeinschaft entgegenzukommen und zu beweisen, dass man nur friedliche
Intentionen habe, sofern die Sanktionen vor dem Amtsantritt Rohanis aufgehoben würden. Ischingers
Nachfrage, warum dann in den letzten zehn Jahren eigentlich kein Fortschritt erzielt worden sei, blieb
unbeantwortet.
Während die Sanktionen den iranische Energieexport empfindlich getroffen haben, profitiert indes ein neuer
aufstrebender Öllieferant insbesondere von einer wachsenden Energienachfrage aus der Türkei: die autonome
Region Irakisch-Kurdistan. Der Ölminister der Kurdischen Regionalregierung Ashti Hawrami verkündete in
Frankfurt, dass Irakisch-Kurdistan über Ölvorkommen verfüge, die so groß wie die Libyens seien. Bis 2019
beabsichtige man, so Hawrami, zwei Millionen Barrel am Tag zu fördern.
Klimawandel als Sicherheitsrisiko, Energiesicherheitspolitik als Weltordnungspolitik
Neben geostrategischen Fragen wurde auf der Konferenz ebenfalls diskutiert, dass man in der Diskussion um
Energiesicherheit auch die langfristigen Auswirkungen auf den Klimawandel oder andere Gefährdungen der
Umwelt nicht aus dem Auge verlieren dürfe. Bundesumweltminister Altmaier ging in einer Videobotschaft zur
Konferenz explizit auf den Klimawandel ein, den er als Sicherheitsrisiko bezeichnete. Daher sei Energiepolitik
auch ein Kernstück der Klimapolitik. Altmaier forderte, dass zur Architektur der Energiesicherheit auch ein
völkerrechtlich bindender Vertrag gehören müsse, der die CO2-Emissionen international begrenze. Ursula
Heinen-Esser, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium unterstrich die Botschaft des
Ministers: Energiesicherheitspolitik, die den vielfältigen Aspekten von Energiesicherheit gerecht werde, sei
heutzutage eben im besten Sinne Weltordnungspolitik.
Einige Konferenzteilnehmer hoben auf der anderen Seite hervor, dass es wichtig sei, Fragen der deutschen
Energiewende stärker unter dem Aspekt der Energiesicherheit zu debattieren. Der CDU-Europaabgeordnete und
Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europäischen Parlament Elmar Brok bemängelte, dass die
Energiewende hierzulande vor allem als reine umweltpolitische Maßnahme verstanden werde, die ebenfalls
relevanten wirtschafts- und industriepolitischen Aspekte jedoch zu kurz kämen. Hierzu müssten jedoch erst
einmal die Dimension der Energiewende und die daraus erwachsenden finanziellen und gesellschaftlichen
Konsequenzen erfasst werden, sagte Günther Nonnenmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung. Im Alleingang, so die Staatssekretärin aus dem Bundeswirtschaftsministerium, Anne Ruth Herkes,
könne Deutschland die Energiewende nicht meistern. Dazu brauche man die europäischen und internationalen
Partner, die die deutsche Energiepolitik bisher mit einer Mischung aus Interesse, Skepsis und Neugier
verfolgten.
Herausforderungen der Energiewende
Lutz Raettig, Aufsichtsratsvorsitzender der Investmentbank Morgan Stanley warnte gerade mit Blick auf die
Schiefergasrevolution in den USA vor den möglichen Wettbewerbsnachteilen für die deutsche Wirtschaft: „In
den Vereinigten Staaten hat sich der Strompreis seit 2008 halbiert, in Deutschland ist er seit 2005 um 45
Prozent gestiegen.“ Dies wirke sich, so Raettig, zum Nachteil der deutschen und europäischen Industrie aus.
Dies könne nur durch höhere Energieeffizienz und einen neuen Energiemix kompensiert werden. Friedbert
Pflüger betonte, dass man den Fokus nicht nur auf die Energiewende und die erneuerbaren Energien legen
dürfe. Genauso müsse man dafür sorgen, den Verbrauch von fossilen Energien, die mangels Alternativen oder
preiswerterer Lösungen noch für Jahrzehnte genutzt werden müssten, sauberer und effizienter zu gestalten.
Thiemo Gropp, Direktor der Desertec-Stiftung, und Andree Böhling, Energie-Experte bei Greenpeace, zeigten
sich deutlich optimistischer, was die volkswirtschaftliche Umstellung auf erneuerbare Energien anging. Die
technischen Möglichkeiten seien vorhanden, um eine zeitnahe Versorgung durch regenerative Energiequellen
sicherzustellen.
BASF-Vorstand Harald Schwager argumentierte hingegen, dass für eine sichere Energieversorgung in Europa
auch die Erschließung des heimischen Schiefergasvorkommens notwendig sei. Ob auch in Deutschland eines
Tages Schiefergasvorkommen mittels der hierfür bezeichneten Fördermethode „Fracking“ zu Tage gefördert
wird, bezweifelten indes mehrere Konferenzstimmen mit Verweis auf die hierzulande großen Bedenken vor
Umweltschäden. Caio Koch-Weser sagte, er glaube nicht, dass es in Europa ebenfalls zu einer
Schiefergasrevolution kommen werde. Zu groß seien die Vorbehalte in der Bevölkerung. Einige
Konferenzteilnehmer warnten, diese Haltung gefährde nicht nur die Umsetzung der Energiewende im eigenen
Land. Der „deutsche Sonderweg“ in der Energiepolitik unterlaufe auch die Erfordernisse für eine europäische
Energiesicherheit. Dieser Interessenkonflikt müsse jedoch zugunsten einer glaubwürdigen europäischen
Energiepolitik überwunden werden, forderte Ischinger. „Wir brauchen eine gemeinsame kohärente und
glaubwürdige europäische Energie- und Energieaußenpolitik“. Und in diesem Punkt ist Berlin gefragt: Bereits
im Vorfeld der Frankfurter Konferenz zur Energiesicherheit brachte Ischinger in einem Interview gegenüber dem
Energieportal energlobe.de die Schaffung eines Energieministeriums ins Spiel. Ein eigenes Energieresort sollte
sich nach seiner Überzeugung nicht nur auf die Umsetzung der Energiewende in Deutschland konzentrieren,
„sondern auch die EU-Energiepolitik und Energiesicherheitspolitik begleiten und gestalten“.
Ausblick
Mit der erstmals veranstalteten Konferenz der MSC und FAZ zum Thema Energiesicherheit wurde deutlich, dass
wir uns erst am Anfang einer Debatte befinden, die Deutschland und seine Nachbarn in den nächsten
Jahrzehnten beschäftigen wird. Dass einige Fragen im Bereich der Energiesicherheit bislang noch kaum im
Fokus der Öffentlichkeit stehen, machten der Autor Marc Elsberg („Blackout – Morgen ist es zu spät“) und
Karsten Nohl, Security Research Labs, in ihren Beiträgen deutlich, in denen sie über die Bedeutung und
Gefährdung kritischer Infrastruktur sprachen. Deutlich wurde in Frankfurt nicht zuletzt, dass der Erfolg der
Energiewende von der Expertise und Zusammenarbeit verschiedenster Akteure abhängen wird: von
Vorreiterunternehmen bei den erneuerbaren Energien, Finanzexperten, IT-Fachleuten, Sicherheitspolitikern,
Umweltexperten und Politikern. „Wir brauchen einen holistischen Ansatz, um mit dem komplexen Thema der
Energiesicherheit fertig zu werden“, fasste es FAZ-Herausgeber Nonnenmacher zum Abschluss der Konferenz
zusammen. Weitere Schritte auf dem Weg zu diesem holistischen Ansatz sollen im kommenden Jahr
unternommen werden. Für den Mai planen das Frankfurter Allgemeine Forum und die Münchner
Sicherheitskonferenz eine Fortsetzung der Konferenz.
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Fremde Federn: Wolfgang Ischinger und Friedbert Pflüger
Die Geopolitik der Schieferrevolution
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wirkt in einem Bereich, wo es um Mitwirkung und Mitzeichnung (von Erlassen
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um schicksalhaft-nebulöses Verstricktsein. Überhaupt nicht thematisiert wurde, wie die jeweiligen Ressorts auf Ergebnisse ihrer Kommissionen reagieren wollen. Bisher wird vor allem nach nicht genutzten „Handlungsspielräumen“ der Beamten aus der Zeit vor 1945 gesucht –
ganz so, als ob solche Möglichkeiten heutzutage permanent ergriffen würden.
D
ie Bedeutung der Schieferrevolution in Nordamerika hat Qatar,
den weltweit größten Exporteur
von Flüssiggas (LNG), im April 2013
veranlasst, in die nordamerikanische
Gasproduktion einzusteigen. Gemeinsam mit dem britischen Partner Centrica zahlten die Qataris eine Milliarde
Dollar, um in der neuen (Gas-)Welt mitzuspielen. In Europa dagegen wird weniger über die Chancen, sondern vor allem über die Risiken der Schiefergasund -ölgewinnung, des „Fracking“, diskutiert. Die strategische Bedeutung der
unkonventionellen Öl- und Gasförderung und die daraus erwachsende Verschiebung weltpolitischer Gewichte ist
hierzulande noch nicht hinreichend verstanden worden.
Amerika hat aufgrund niedrigerer
Gaspreise gegenüber Europa und Asien
einen Wettbewerbsvorteil erreicht, von
dem vor allem energieintensive Industrien profitieren. BASF etwa hat den
Bau dreier Fabriken in Amerika angekündigt. Was wird bei diesen Industrien
dann aus dem Standort Deutschland?
Amerika hat 2009 Russland als weltweit größten Gasproduzenten überholt
und könnte 2016 Gasexporteur werden.
Bereits 25 Ausfuhrvorhaben – etwa
nach Südkorea, Israel, Singapur und Jordanien – sind genehmigt. Durch neue
Tiefseefunde und Schieferöl wird Amerika um 2025 herum praktisch auch von
Ölimporten unabhängig werden.
Das amerikanische Handelsbilanzdefizit, das heute zu 58 Prozent auf dem
Import fossiler Energie beruht, könnte
dadurch stark reduziert werden. Außerdem werden die Verbraucher aufgrund
niedrigerer Energiepreise über mehr
Einkommen für höheren Konsum verfügen – also ein Wachstumsschub.
Wenn Amerika zum Gasexporteur
wird, wird das den ohnehin vorhandenen Trend zu einem globalen Gasmarkt,
unabhängig von der noch dominierenden Ölpreisindexierung, verstärken.
Das bisherige Geschäftsmodell von Gasprom, sich mit langfristigen Pipelineverträgen in Europa stetige und satte Exporterlöse zu verschaffen, gerät dadurch unter Druck. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Diversifizierung der europäischen Gasimporte – neben drei neuen LNG-Terminals wird
von 2018 an erstmals Gas aus Aserbaidschan über die Transadriatic Pipeline
(TAP) nach Europa gelangen – wird
Gasprom seine Preispolitik erheblich anpassen müssen, wenn es nicht Marktanteile verlieren will, mit negativen Auswirkungen auf das russische Budget.
Auch für die Öl- und Gasproduzenten wie Saudi-Arabien, Kuweit oder Qatar entsteht eine neue Situation: die
Marktanteile können nur mit sinkenden Preisen verteidigt werden. Das
aber bedeutet auch dort schrumpfende
öffentliche Haushalte – mit allen Problemen, die sich daraus für die politische Stabilität in der Region ergeben
könnten. Und China? Das Reich der
Mitte verfügt zwar über größere Schiefergasreserven als Amerika, ist aber
noch weit davon entfernt, eine GasWeltmacht zu werden. Es fehlt an Förderkapazitäten und ausgebildetem Personal. In China ist in den vergangenen
zwei Jahren etwa so viel nach Schiefergas gebohrt worden wie in North Dakota in zwei Wochen!
Die Schieferrevolution lehrt, wie
schnell sich Prognosen für die Energiepolitik ändern können. Bei einer Tagung der „Core Group“ der Münchner
Sicherheitskonferenz in Doha im Mai
sprachen Vertreter der Golfstaaten an-
gesichts der wachsenden Energieunabhängigkeit Amerikas bereits von der Befürchtung eines amerikanischen Rückzugs aus dem Mittleren Osten und dem
dann entstehenden Machtvakuum am
Golf. In der Tat: Jede Reduzierung der
amerikanischen Präsenz würde das
Machtgleichgewicht im Nahen und Mittleren Osten beeinflussen – mit Folgen
auch für die Interessen Europas. Unsere
Abhängigkeit von fossilen Energieimporten wird nämlich, der deutschen
Energiewende zum Trotz, in den nächsten zwei Jahrzehnten weiter wachsen.
Gleichzeitig kann Europa zukünftig
nicht mehr davon ausgehen, dass unsere
Energiezufuhr vom Golf auf Dauer
durch Amerika gesichert wird. Das ist
eine neue strategische Herausforderung
für Europa: Ob wir ihr gewachsen sein
werden?
Botschafter Wolfgang Ischinger ist Vorsitzender
der Münchner Sicherheitskonferenz und
Mitveranstalter der F.A.Z.-Konferenz „Energy
Security – How to Feed and Secure the Global
Demand?“ am 10. Juli in Frankfurt/Main.
Friedbert Pflüger, Parlamentarischer Staatssekretär a. D., ist Direktor des European Centre
for Energy and Resource Security (EUCERS) am
King’s College London und Senior Fellow des
Atlantic Council of the USA.
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FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG VOM 11.07.2013, SEITE: 5
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
Politik
Grundwasser in Fu
Tepco: Ursache für Anstieg unklar / R
Energierevolutionär in Irakisch-Kurdistan: Ölminister Ashti Hawrami
cag. TOKIO, 10. Juli. Aus dem zerstörten
Atomkraftwerk im japanischen Fukushima gibt es neue Katastrophenmeldungen,
die zeigen, wie wenig die Lage dort unter
Kontrolle zu sein scheint. Nachdem die
Betreibergesellschaft, die Elektrizitätswerke von Tokio (Tepco), bereits zugegeben hatte, dass die radioaktive Belastung
des Grundwassers um die havarierten
Atomreaktoren in den vergangenen Tagen stark gestiegen sei, äußerte die Atomaufsicht in Tokio am Mittwoch den Verdacht, dass das belastete Wasser mittlerweile in den Pazifik fließe und dort das
Wasser verseuche. „Wir müssen die Ursachen der radioaktiven Belastung finden,
und wir müssen Gegenmaßnahmen die
höchste Bedeutung beimessen“, sagte der
Chef der Atomaufsicht, Shunichi Tanaka,
am Mittwoch in Tokio, nachdem Tepco
die extrem hohe Belastung des GrundwasFoto Wolfgang Eilmes
Gegen deutschen Sonderweg
Mahnungen auf Konferenz über Energiesicherheit
Her. FRANKFURT, 10. Juli. Irans Ölminister Rostam Ghasemi sieht im Amtsantritt des neuen iranischen Präsidenten
Hassan Rohani eine Chance, dass Iran
mit der Staatengemeinschaft wieder ins
Gespräch kommen könne. Rohani wolle
mit der Welt „interagieren“. Iran erwarte, dass vor Rohanis Amtsantritt am 3.
August Sanktionen zurückgenommen
würden, sagte Ghasemi auf einer Konferenz über Energiesicherheit, die das
Frankfurter Allgemeine Forum gemeinsam mit der Münchner Sicherheitskonferenz am Mittwoch in Frankfurt veranstaltete. Energie dürfe nicht politisch
missbraucht und mit Sanktionen belegt
werden, sagte Ghasemi.
Thema der Konferenz waren die zwei
„Energierevolutionen“, welche die Welt
verändern: Die Vereinigten Staaten vermindern mit der Schiefergasförderung
ihre Energieimporte und stehen dank
preiswerter Energie am Beginn einer
Reindustrialisierung. Deutschland beschreitet hingegen mit der Umstellung
auf erneuerbare Energie, die 2050 rund
80 Prozent zur Stromerzeugung beitragen soll, einen anderen Weg. Die Energiewende in Deutschland habe finanzielle und gesellschaftliche Konsequenzen,
deren Dimensionen die Gesellschaft
noch nicht erfasst habe, sagte Günther
Nonnenmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Ungeachtet aller Szenarien und des erwarteten Rückzugs der Vereinigten Staaten aus den ölproduzierenden Ländern
des Nahen Osten präsentierte der Ölminister der Kurdischen Regionalregierung, Ashti Hawrami, die Energierevolution, die sich im Kleinen in der autonomen Region Irakisch-Kurdistan vollzieht. Dort haben die Behörden mit der
Ausbeutung von Vorkommen begonnen,
die groß sind wie die Libyens. 2019 wolle
Irakisch-Kurdistan zwei Millionen Barrel am Tag produzieren, sagte Hawrami.
Als Sicherheitsrisiko bezeichnete der
über Video zugeschaltete Bundesumweltminister Peter Altmaier den Klimawandel: Er könne zu Konflikten und Kriegen
um Ressourcen führen. Energiepolitik
sei daher ein Kernstück der Klimapolitik. Zur Architektur der Energiesicherheit müsse ein völkerrechtlich bindender
Vertrag zur Begrenzung der CO2-Emissionen gehören. Die deutsche Energiewende werde mit Interesse, Skepsis und
mit Neugier verfolgt, sagte die Staats-
sekretärin im Wirtschaftsministerium,
Anne Ruth Herkes. Im Alleingang könne
Deutschland die Energiewende nicht
meistern, dazu brauche man die europäischen und internationalen Partner. Erforderlich sei eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, das sich an der
Nachfrage zu orientieren habe.
Vertreter der Wirtschaft befürchteten
Wettbewerbsnachteile gegenüber Nordamerika. In den Vereinigten Staaten
habe sich der Strompreis seit 2008 halbiert, in Deutschland sei er seit 2005 um
45 Prozent gestiegen, sagte Lutz Raettig
von der Investmentbank Morgan Stanley. Gas sei hierzulande viermal so teuer
wie in Nordamerika. Die amerikanische
Energierevolution wirke sich zum Nachteil der deutschen und europäischen Industrie aus, was nur durch höhere Energieeffizienz und einen neuen Energiemix kompensiert werden könne.
Es müsse und es werde möglich sein,
zwischen den Folgen der deutschen
Energiewende und den Erfordernissen
einer europäischen Energiesicherheit einen Kompromiss zu finden, sagte der
Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger. Deutschland könne auf Dauer keinen „Sonderweg“ gehen. „Wir brauchen eine gemeinsame europäische Energie- und Energieaußenpolitik.“ Sie müsse kohärent und
glaubwürdig sein. Der Europäische Rat
werde sich Ende des Jahres mit sicherheitspolitischen Grundfragen beschäftigen. Er hoffe, dass dazu auch die Energiesicherheitspolitik gehöre.
Machtpolitik wird sich im 21. Jahrhundert stark aus energiepolitischen Veränderungen ableiten. Die Energierevolution in den Vereinigten Staaten führe so
zu gravierenden machtpolitischen Verschiebungen, sagten Teilnehmer der Konferenz. Der Bevölkerung in Deutschland
sei das noch nicht hinreichend klar. Die
Abhängigkeit Europas von den instabil
gewordenen Ländern des Nahen und
Mittleren Ostens, wo die Hälfte der konventionellen Ölvorkommen liegen, werde weiter wachsen, nutze man die Fördermethode „Fracking“ nicht, sagte Ischinger. Die Vereinigten Staaten verringerten ihre Abhängigkeiten, das Interesse
am Nahen Osten gehe zurück. Washington werde sich fragen, ob es die vier Milliarden Dollar, die es für seine Flotte im
Mittelmeer und die Präsenz im Golf aufwende, nicht anders ausgeben wolle.
Sachsen verbietet Neuverschuldung
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Zeitgeschehen
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Die Energierevolution
Die Folgen sind nicht nur für Nordamerika immens / Von Klaus-Dieter Frankenberger und Rainer Hermann
Wiederholt haben Krisen im Nahen und
Mittleren Osten den Ölpreis explodieren
lassen; Rezessionen in den Industriestaaten waren die Folge. 1973 nach dem JomKippur-Krieg und dem arabischen Ölembargo war das so, 1979 nach der Revolution in Iran, 1990 nach der Besetzung Kuweits durch den Irak. Die Erleichterung ist
daher groß gewesen, als nach der Invasion
von 2003 die irakische Ölproduktion in relativ kurzer Zeit wieder das Vorkriegsniveau erreichte. Auch die arabischen Revolutionen der vergangenen Jahre haben
sich auf dem Weltölmarkt kaum niedergeschlagen.
Dennoch gilt der Optimismus, dass allen Krisen und Konflikten zum Trotz Arabiens Erdöl weiter ungehindert in die westlichen Industriestaaten fließen werde,
nicht mehr vorbehaltlos. Denn die führenden arabischen Ölproduzenten stehen vor
einer doppelten Herausforderung: In den
Golfmonarchien steigen die Staatsausgaben, mit denen sich die Herrscher nicht zuletzt die Loyalität ihrer Untertanen sichern wollen, schneller als die Einnahmen aus dem Ölexport. Die andere Herausforderung für die Förderländer sind die
Schiefergasrevolution und die Förderung
von „nichtkonventionellem“ Öl (Ölsande)
in Nordamerika. Die Steigerung des Angebots durch Ausweitung der heimischen
Förderung macht die Vereinigten Staaten
langfristig vom Import konventioneller
Energieträger unabhängig. Das nährt die
Furcht bei den Verbündeten und Sicherheitsklienten der Vereinigten Staaten am
Golf, dass damit ein amerikanischer Rückzug aus der Region einhergehen werde.
Die sogenannte Energierevolution in
Nordamerika wird den Weltmarktpreis für
Öl und Gas drücken. Das wiederum – darauf wiesen neulich Teilnehmer einer vom
Frankfurter Allgemeine Forum und der
Münchner Sicherheitskonferenz in Frankfurt veranstalteten Konferenz zu Energiesicherheit hin – wird den Spielraum der
Golfstaaten einengen, den üppigen Wohlfahrtsstaat zu unterhalten, der das Wohlverhalten und die Zustimmung ihrer
schnell wachsenden und jungen Bevölkerung weiter sichern soll.
Dass die arabische Welt so schnell nicht
zur Ruhe kommen wird, zeigen die jüngsten Ereignisse in Ägypten. Ob der Umbruch im bevölkerungsreichsten arabischen Land erfolgreich sein oder nicht gelingen wird – die Auswirkungen auf die gesamte arabische Welt würden in jedem
Fall groß sein, sagte der ägyptische Spitzendiplomat Ramzy Ezzeldin Ramzy in
Frankfurt. Ägypten erlebe seine „zweite
Welle der Emanzipation“: In einer ersten
Welle hätten sich die Ägypter vor hundert
Jahren gegen die Kolonialmächte erho-
Die arabischen Staaten
fürchten ein nachlassendes
Interesse der Vereinigten
Staaten an ihrer Region.
ben, heute lehnten sie sich gegen jede
Form autoritärer Herrschaft auf. Bestimmt werden müssten die Rolle des Militärs im Staat und die Rolle der Religion in
der Politik. Ramzy äußerte sich zuversichtlich, dass sich die ägyptische Jugend durchsetzen und einen neuen Konsens herstellen werde, der das Militär aus der Politik
fernhalte und den „politischen Islam“ neu
definieren werde.
Ägypten zeigt ferner, dass die arabischen Staaten ihre Angelegenheiten zunehmend selbst in die Hand nehmen. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen
Emirate und Kuweit, deren Führungen die
Absetzung Präsident Mursis betrieben hatten – und sich damit gegen den regionalen
Emporkömmling Quatar stellten –, sagten
Ägypten zur Stabilisierung bereits zwölf
Milliarden Dollar Hilfen zu; die Vereinigten Staaten überweisen im Jahr lediglich
1,5 Milliarden Dollar an das ägyptische Militär. Der Einfluss Washingtons auf den
Gang der Dinge ist gering – und er wird
weiter abnehmen. Je weniger die Vereinigten Staaten auf Energie aus dem Nahen
Osten angewiesen sind, desto weniger werden sie in die Sicherheit der Region investieren und sich, nach dem Rückzug aus
dem Irak, auch aus der ganzen Region zurückziehen. Diese Sorge ist unter den
Golfarabern weit verbreitet, unabhängig
davon, dass aus Washington regelmäßig
ein entsprechendes Dementi kommt und
auch die globalen amerikanischen Interessen, zu denen das störungsfreie Funktionieren der Märkte in einer stark verflochtenen Weltwirtschaft gehört, den vollständigen Abbau des Engagements als Ordnungsmacht nicht nahelegen. Richtig ist,
dass die direkte Abhängigkeit abnimmt.
China und Indien scheinen sich darauf
vorzubereiten, ein entstehendes Vakuum
zu füllen, das die Golfmonarchien mit
Blick auf ihre Sicherheit so fürchten. Die
beiden wachsenden Volkswirtschaften
sind auf absehbare Zeit auf das Öl und
Gas aus der Golfregion angewiesen. Aber
werden sie deswegen auch eine maritime
Präsenz zeigen, damit die Straße von Hormus jederzeit passierbar ist? Werden sie
Verantwortung übernehmen in einem
Maße, das ihrer Abhängigkeit von einem
gesicherten Zugang zu Energieträgern entspricht? Wie groß der Bedarf der Schwellenländer ist, zeigt die Prognose, wonach
China schon im Jahre 2017 die Vereinigten Staaten als größter Ölimporteur überholen werde. Sorge besteht indes, dass ein
nuklear gerüstetes Iran die angestrebte
Energiesicherheit der Region gefährden
könnte. Auch das spricht dagegen, dass
die Vereinigten Staaten der Region den Rücken kehren.
Doch zweifellos wirkt es sich auf die
weltpolitischen und weltwirtschaftlichen
Gewichte aus, wenn die Vereinigten Staa-
ten als Mega-Energiekonsument auf dem
Weg zur Energieunabhängigkeit sind;
wenn sie immer mehr Gas fördern, das
viel billiger ist als das in Europa angebotene. Über den Preis fällt ihnen ein Wettbewerbsvorteil in den Schoß. Aus der deutschen Wirtschaft kommen mehr und
mehr Klagen über die hohen Energiekosten hierzulande, während die Vereinigten
Staaten ihre industrielle „Renaissance“
mit billigem Gas aus heimischer Förderung vorantreiben könnten. Dieser Wettbewerbsnachteil für Deutschland sei erheblich und werde die Wirtschaft in
puncto Energie-Effizienz zu größten Anstrengungen zwingen.
Das könnte sich ändern, wenn tatsächlich amerikanisches Gas importiert wird –
und damit auch weniger russisches Gas,
dessen Preis zudem an den hohen Ölpreis
gekoppelt ist. Überhaupt dürfte Russland,
das noch immer weitgehend eine Petroökonomie ist, die Entwicklung bei der
weltweiten, zu einer stabilen Energieversorgung beitragenden Ausbeutung von
Schiefergas mit gemischten Gefühlen sehen. Ein Profiteur davon ist es nicht.
Die energiepolitische Entwicklung hat
so im globalen Maßstab eine Erwartung
widerlegt: Fossile Energieträger verschwinden nicht von der Bildfläche. Und
was die Vereinigten Staaten anbelangt, so
können die Nachrufe auf die Weltmacht
vielleicht zum Altpapier gelegt werden:
Die nordamerikanische „Bonanza“ wird
dem vielbeschriebenen Niedergang entgegenwirken. Vor ein paar Jahren hat der Publizist Fareed Zakaria in seinem Buch
„The Post-American World“ vorhergesagt,
dass diejenigen Staaten und Gesellschaften im 21. Jahrhundert Ton und Richtung
angeben werden, die über Ideen und über
Energievorkommen verfügen. Die westliche Vormacht, die Zakaria nur in einem
Punkt auf der Rechnung hatte, verfügt
über beides, und zwar reichlich. Schiefergas wird in Amerika schon als „game
changer“ der Weltpolitik gefeiert.
Das eigene Profil stärken
Sachsen-Anhalts Hochschulen leiden unter der Sparpolitik – der Wissenschaftsrat hat Antworten / Von Heike Schmoll
In kaum einem anderen Land trifft die
Sparpolitik der Landesregierung die Hochschulen so unmittelbar wie in Sachsen-Anhalt. Bis zum Jahr 2025 sollen allein die
Hochschulen jährlich fünf Millionen Euro
weniger bekommen, die Anzahl der Studienplätze soll von 50 000 auf 33 000 sinken,
obwohl die Studentenzahlen gleich bleiben oder steigen. Die Empfehlungen des
Wissenschaftsrats zur Weiterentwicklung
des Hochschulsystems dieses Landes, um
die Sachsen-Anhalt schon vor zwei Jahren
gebeten hatte, die dieser Zeitung vorliegen und die am Montag in Berlin veröffentlicht werden, kommen deshalb gerade zur
rechten Zeit.
Eindringlich warnt der Wissenschaftsrat in seinen fast 300 Seiten umfassenden
Empfehlungen davor, weiter Studienplätze abzubauen. Vielmehr spielten die Hochschulen eine Schlüsselrolle in dem Bemühen, den demographischen Wandel aufzuhalten und Sachsen-Anhalt auch für qualifizierte Studienbewerber aus anderen Ländern attraktiv zu machen. In den Jahren
2003 bis 2011 hat Sachsen-Anhalt 8,3 Prozent seiner Bevölkerung verloren, für den
Zeitraum von 2008 bis 2025 wird mit einem weiteren Bevölkerungsrückgang um
18,6 Prozent gerechnet. Dadurch entgehen dem Land erhebliche Umsatzsteuereinnahmen und Einnahmen aus dem Länderfinanzausgleich. Sie werden nach
Hochrechnungen bei 600 Millionen im
Jahre 2020 liegen. Angesichts dieser Entwicklungen wird es schwer, ein leistungsfä-
über Ländergrenzen hinweg und empfiehlt eine stärkere Zusammenarbeit mit
außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft des Landes sowie
den Aufbau dualer Studiengänge an den
Fachhochschulen.
Interessanterweise plädiert er auch dafür, die übermäßige Spezialisierung vieler
Bachelorstudiengänge zurückzunehmen
und eine breite fachspezifische Grundlagenausbildung sicherzustellen, während
die inhaltliche Spezialisierung auf Masterebene folgen soll. Das Studienangebot soll
disziplinär strukturierter und übersichtlicher werden. Das ist eine Abkehr von manchen Auswüchsen der Bologna-Reform.
nanzierung seiner Universitäten, die deutlich unter dem Durchschnitt der mitteldeutschen Länder liegt, nicht weiter zu
senken, sondern die frei werdenden Mittel
mindestens fünf Jahre im Gesamtbudget
zu belassen, bis das System umgebaut ist.
In Magdeburg wird es nach den Vorstellungen des Wissenschaftsrats künftig keine Lehrerausbildung für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen mehr geben, und in Halle soll die vorklinische Ausbildung wegfallen. Das hat schon vor dem
Beschluss des Wissenschaftsrats für erheblichen Aufruhr in der dortigen Fakultät
und unter den Studenten gesorgt, die eine
langfristig nicht mehr arbeitsfähige
dung der Zahnmedizin beschränken. Das
in Halle mögliche Studienangebot der „Gesundheits- und Pflegewissenschaften“ in
Verbindung mit der Human- und Zahnmedizin sowie einer Promotionsmöglichkeit
wurde bisher an keiner medizinischen Fakultät in Deutschland verwirklicht.
An das Land Sachsen-Anhalt appelliert
der Wissenschaftsrat, die Ausbildungskosten für die singulären gesundheits- und
pflegewissenschaftlichen Studienangebote an der medizinischen Fakultät vollständig im Landeszuführungsbetrag auszuweisen und die Lehrerbildung der Gesundheitsberufe in Halle zu konzentrieren. Darin sähe er eine Stärkung des Alleinstellungsmerkmals der Universität Halle. Die
vorklinische Ausbildung könnte nach Magdeburg verlagert werden, womit allerdings
auch entsprechende Ausstattung und höhere Studienplatzkapazitäten einhergehen müssten. Sowohl die Medizin in Halle
als auch in Magdeburg sind in den Augen
des Wissenschaftsrats schon jetzt unterkritisch finanziert. Ob die Zahnmedizin, deren Forschungs- und Lehrleistung der Wissenschaftsrat positiv beurteilt, bei einer
Verlagerung der Vorklinik in Halle aufrechterhalten werden kann – etwa durch
Lehrimport aus Leipzig, Jena oder Magdeburg –, lässt der Wissenschaftsrat offen.
Der derzeitige Dekan der Fakultät, ein
Vorkliniker, und der Fakultätsvorstand haben dem Wissenschaftsrat vorgeworfen,
positive Entwicklungen wie Verbesserungen in der Lehre zu wenig gewichtet zu haben und durch die Verlagerung der vorkli-
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HANDELSBLATT ONLINE UND WIRTSCHAFTSWOCHE ONLINE VOM 10.07.2013
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/chemiekonzern-basf-spricht-sichfuer-schiefergas-foerderung-aus/8478556.html
http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/chemiekonzern-basf-spricht-sich-fuerschiefergas-foerderung-aus/8478678.html
BASF spricht sich für Schiefergas-Förderung aus
10.07.2013
BASF kämpft weiter für die Schiefergas-Förderung, um die Energieversorgung in Europa zu sichern. Vorgemacht
haben das die USA: Dort sanken die Gaspreise und verschafften dem Produktionsort USA einen
Wettbewerbsvorteil.
Frankfurt. Der Chemiekonzern BASF hält wegen der Bedeutung einer sicheren Energieversorgung in Europa
die Erschließung von Schiefergasvorkommen für notwendig. Derzeit liege bei Erdgas der Anteil der
Eigenversorgung in Europa noch bei rund 30 Prozent, sagte BASF-Vorstand Harald Schwager am Mittwoch auf
einer Konferenz zum Thema Energie-Sicherheit in Frankfurt. Dieser Anteil wird laut BASF-Schätzungen in den
nächsten Jahren bis 2020 aber auf rund 25 Prozent sinken. „Daher werden wir nicht darum herumkommen,
das Schiefergaspotenzial in Europa zu erschließen“, sagte Schwager. Der Manager ist im Führungsgremium
des Ludwigshafener Konzerns unter anderem für die Öl- und Gasgeschäfte und für die Region Europa
zuständig.
In den USA hat die Erschließung großer Schiefergasvorkommen zu Umwälzungen auf dem Gasmarkt geführt.
Die Gaspreise sind deshalb zeitweise auf rund ein Viertel des Niveaus in Europa gefallen. Die Industrie
befürchtet, dass durch die niedrigen Gaspreise künftig ein erheblicher Wettbewerbsvorteil für den Produktionsund Verarbeitungsstandort USA entstehen könnte. BASF hatte bereits wiederholt Interesse an einer
Schiefergasförderung in Europa und Südamerika bekundet.
Zum wichtigen Ölfördergeschäft der Kasseler BASF-Tochter Wintershall in Libyen sagte der Manager: „Die
Sicherheitslage als solche ist nach wie vor schwierig.“ Schwager verwies unter anderem auf Streiks der
Hafenarbeiter, von denen auch Exportterminals betroffen gewesen seien. Im Juni war Wintershall in dem
nordafrikanischen Land auf eine Ölproduktion von 85.000 Barrel am Tag gekommen. Vor dem Sturz des
Gaddafi-Regimes im Jahr 2011 waren es noch 100.000 Barrel pro Tag. Dieses Niveau soll nach früheren
Angaben von Winterhall in diesem Jahr wieder erreicht werden. Bei anderen Produzenten hatten zuletzt
Proteste die Förderung auf dem großen Ölfeld El Feel zeitweilig lahm gelegt. Die Verträge mit Gazprom zum
libyschen Fördergeschäft von Wintershall stehen laut Schwager nicht zur Debatte. „Da ist auch keine Änderung
vorgesehen“, sagte der BASF-Manager. Seit einer Vereinbarung aus dem Jahr 2007 ist Gazprom mit 49
Prozent an einer Wintershall-Gesellschaft beteiligt, die Explorations- und Produktionsbeteiligungen in dem
nordafrikanischen Land hält. Mit Gazprom arbeitet BASF schon seit vielen Jahren zusammen. In Russland
erschließen beide Konzerne riesige Gasvorkommen in Sibirien.
Reuters
TREND NEWS AGENCY
HTTP://EN.TREND.AZ/REGIONS/IRAN/2169754.HTML
Iran oil minister: Rohani seeks constructive interaction with world
11 July 2013
Iranian Oil Minister Rostam Qasemi says president-elect Hassan Rohani seeks constructive interaction with the
world, Press TV reported.
Qasemi said on Wednesday that Iran's newly-elected president "is familiar and well-versed in international
affairs and is an expert on international relations and ... his slogan has always been cooperation and
constructive interaction with the world." He made the remarks during an international conference, which was
hosted by the Munich Security Conference Foundation (MSC) and the F.A.Z. Forum in the German city of
Frankfurt to discuss "energy security."
The event was participated by leading politicians, business executives and scientists to discuss the economic,
environmental and security policy issues surrounding energy security in the 21st century.
The Iranian minister further described Iran's June 14 presidential election as an "amazing" event which shows
the existence of "complete democracy" in the Islamic Republic.
Qasemi also criticized US-engineered sanctions against Iran, stressing that anti-Iran bans "disrupt the cycle of
energy security." Last year, the Islamic Republic invested more than USD 30 billion in the energy sector
despite the anti-Iran bans, the Iranian oil minister noted.
"We are strongly against politicizing the energy issue and [we] are critical of the performance of main
consumer countries which use the energy issue as a tool to achieve their political ends," the Iranian minister
said.
The United States, the Israeli regime and some of their allies have repeatedly accused Iran of pursuing noncivilian objectives in its nuclear energy program. Washington and the European Union have imposed a series
of illegal unilateral sanctions on the Islamic Republic's oil and financial sectors. Iran rejects the allegation over
its nuclear energy program and argues that as a signatory to the Non-Proliferation Treaty and a member of the
International Atomic Energy Agency, it is entitled to develop nuclear technology for peaceful purposes.
ISLAMIC REPUBLIC NEWS AGENCY ONLINE
http://en.irna.ir/News.aspx?Nid=80732487
Iran oil minister attends energy security confab in Frankfurt
10 July 2013
Berlin, July 10, IRNA – The one-day international conference on energy security kicked off in Frankfurt,
Germany, Wednesday with participation of Irans Oil Minister Rostam Qasemi.
The conference has been co-organized by the Munich Security Conference Foundation (MSC) and the FAZ
Forum. Oil and energy officials and experts from several world countries as well as representatives from
European Parliament are taking part in the Frankfurt conference. Ways to provide energy, energy security,
Islamic Awakening and its impact on the oil and energy markets and the impact of cyber terrorism on the oil
industry and the energy exchange are among the issues to be discussed during the event.
FARS NEWS AGENCY ONLINE
http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13920420000471
Oil Minister: Iran against Politicizing Energy Issues
10 July 2013
TEHRAN (FNA)- Iranian Oil Minister Rostam Qassemi deplored the US and other western states for imposing
sanctions on Iran's energy sector, and said Tehran is against politicizing energy issues.
Qassemi made the remarks on Wednesday during an international conference, which was hosted by the
Munich Security Conference Foundation (MSC) and the F.A.Z. Forum in the German city of Frankfurt to discuss
'energy security'. The event was participated by leading politicians, business executives and scientists to
discuss the economic, environmental and security policy issues surrounding energy security in the 21st
century.
Qassemi criticized US-engineered sanctions against Iran, stressing that anti-Iran bans “disrupt the cycle of
energy security.” "We are strongly against politicizing the energy issue and (we) are critical of the performance
of main consumer countries which use the energy issue as a tool to achieve their political ends," the Iranian
minister said. Last year, the Islamic Republic invested more than $30bln in the energy sector despite the antiIran bans, he noted.
Washington and its Western allies accuse Iran of trying to develop nuclear weapons under the cover of a
civilian nuclear program, while they have never presented any corroborative evidence to substantiate their
allegations. Iran denies the charges and insists that its nuclear program is for peaceful purposes only.
Tehran stresses that the country has always pursued a civilian path to provide power to the growing number of
Iranian population, whose fossil fuel would eventually run dry. Despite the rules enshrined in the NonProliferation Treaty (NPT) entitling every member state, including Iran, to the right of uranium enrichment,
Tehran is now under four rounds of UN Security Council sanctions and the western embargos for turning down
west's calls to give up its right of uranium enrichment.
Tehran has dismissed west's demands as politically tainted and illogical, stressing that sanctions and
pressures merely consolidate Iranians' national resolve to continue the path. Tehran has repeatedly said that it
considers its nuclear case closed as it has come clean of International Atomic Energy Agency (IAEA)'s
questions and suspicions about its past nuclear activities.
PRESS TV IRAN
http://www.presstv.ir/detail/2013/07/10/313224/rohani%2Dfavors%2Dconstructive%2Dinteraction/
Rohani seeks constructive interaction with world: Iran oil min.
10 July 2013
Iranian Oil Minister Rostam Qasemi says president-elect Hassan Rohani seeks constructive interaction with the
world.
Qasemi said on Wednesday that Iran’s newly-elected president “is familiar and well-versed in international
affairs and is an expert on international relations and … his slogan has always been cooperation and
constructive interaction with the world.” He made the remarks during an international conference, which was
hosted by the Munich Security Conference Foundation (MSC) and the F.A.Z. Forum in the German city of
Frankfurt to discuss “energy security.” The event was participated by leading politicians, business executives
and scientists to discuss the economic, environmental and security policy issues surrounding energy security
in the 21st century.
The Iranian minister further described Iran’s June 14 presidential election as an “amazing” event which shows
the existence of “complete democracy” in the Islamic Republic. Qasemi also criticized US-engineered
sanctions against Iran, stressing that anti-Iran bans “disrupt the cycle of energy security.” Last year, the
Islamic Republic invested more than USD 30 billion in the energy sector despite the anti-Iran bans, the Iranian
oil minister noted.
“We are strongly against politicizing the energy issue and [we] are critical of the performance of main
consumer countries which use the energy issue as a tool to achieve their political ends,” the Iranian minister
said.
The United States, the Israeli regime and some of their allies have repeatedly accused Iran of pursuing noncivilian objectives in its nuclear energy program. Over the false allegation, Washington and the European Union
have imposed a series of illegal unilateral sanctions on the Islamic Republic’s oil and financial sectors. Iran
rejects the allegation over its nuclear energy program and argues that as a signatory to the Non-Proliferation
Treaty and a member of the International Atomic Energy Agency, it is entitled to develop nuclear technology for
peaceful purposes.
HR ONLINE.DE
http://www.hr-online.de/website/radio/hrinfo/index.jsp?rubrik=78449&key=standard_document_48960705
Energiesicherheit
14.07.2013
Wir werden immer abhängiger von Energie, ohne Strom geht so gut wie gar nichts mehr. Energiesicherheit ist
deshalb ein Thema, das immer wichtiger wird. Haben wir genug Energie aus Öl, Gas oder Uran?
2005 fiel im Münsterland teilweise tagelang der Strom aus. Ein Jahr später fiel er – weil in Ostfriesland
planmäßig eine Starkstromleitung abgeschaltet worden war – sogar in mehreren Ländern für bis zu zwei
Stunden aus. Im Münsterland starben damals viele Kühe, weil sie nicht mehr gemolken werden konnten - die
Melkmaschinen konnten nicht benutzt werden - und für das Melken von Hand war die Zahl der Kühe viel zu
hoch.
Das zeigt, dass wir immer abhängiger von Energie werden. Wären nicht Sonne, Wind und Wasser die besseren
Energielieferanten? Weil sie unbegrenzt sind? Was passiert mit der Welt, wenn die USA genug eigenes
"Schiefergas" und Öl aus dem Meer haben und sie sich nicht mehr für den Nahen Osten interessieren, weil sie
das Öl von dort nicht mehr brauchen? In Frankfurt hat sich jetzt erstmals die Münchener Sicherheitskonferenz
gemeinsam mit dem FAZ-Forum mit diesem Thema beschäftigt. Darum geht es in der Sendung "hr-iNFOUmwelt und Entwicklung".
Die Sendung "Umwelt und Entwicklung" als Podcast: http://www.hr-online.de/website/radio/hrinfo/index.jsp?rubrik=33902
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